Landschaftspflegearbeiten im Naturschutzgebiet Henschelberg

Das RP Karlsruhe nimmt im Naturschutzgebiet Gehölzrückschnitte vor, um der Verbuschung entgegenzuwirken. 

Die Naturschutzverwaltung des Regierungspräsidiums Karlsruhe plant am Solberg im Naturschutzgebiet „Henschelberg“, Gemarkung Mosbach, die Beauftragung von Gehölzpflegearbeiten.

Grund ist, dass dort zunehmend Gebüsche und Bäume in die ehemals artenreichen Wiesen vordringen. Ziel der Maßnahme ist deshalb die Wiederherstellung des geschützten Grünlands und die Förderung lichtliebender Tier- und Pflanzenarten wie Orchideen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Gehölze in den kommenden Wochen von einem erfahrenen Landschaftspflegeunternehmen zurückgeschnitten.

Da nicht alle Eigentümer*innen auf dem Postweg erreicht wurden, kommt die Naturschutzverwaltung ihrer Informationspflicht nach §65 Abs. 2 Bundesnaturschutzgesetz nach, indem über die Kanäle der Stadt Mosbach informiert wird. Für die Eigentümer besteht nach §65 Abs. 1 BNatSchG eine Duldungspflicht und nach § 26 Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes eine Pflegepflicht. Fehlende Rückmeldungen werden als Einverständnis gewertet.

Den Eigentümern entstehen durch die Maßnahme keine Kosten oder Verpflichtungen, die Maßnahme entbindet die Eigentümer jedoch nicht von der Verkehrssicherungspflicht.

Bei Rückfragen können sich Eigentümer*innen an die Untere Naturschutzbehörde, Lina Sauter, Tel. 06281/5212-1612 wenden.
 

Naturschutzgebiet Henschelberg

Auf Gemarkung Mosbach befinden sich fünf Naturschutzgebiete, zwei kombinierte Natur- und Landschaftsschutzgebiete und sieben Landschaftsschutzgebiete. Hinzu kommen FFH-Gebiete.

Der Henschelberg ist ca. 37,5 Hektar groß und wurde am 1. Dezember 1990 vom Regierungspräsidium Karlsruhe ausgewiesen. Zum Schutzgebiet zählen die Gewanne Ochsenberg, Liebelisberg, Zwerrenberg, Henschelberg, Haubenstein und Solberg.

Wesentlicher Schutzzweck des Naturschutzgebiets ist laut Verordnung „die Erhaltung und Pflege biologisch vielfältiger Lebensräume des Henschelberges mit hoher ökologischer Bedeutung der anstehenden, fast vegetationslosen Schaumkalkbänke, der extrem trockenheitsliebenden Lebensgemeinschaften der Wacholderheiden, Trocken- und Halbtrockenrasen auf skelettreichen Hängen und der thermophilen Saumgesellschaften der Waldränder, um die auf diese vielfältigen Biotope angewiesene Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten, zu fördern und die zahlreichen, vom Aussterben bedrohten Arten zu schützen.“

(Erstellt am 13. Oktober 2026)