Stadt Mosbach und Hochschule Heidelberg untersuchten Bewegungsfreundlichkeit von zwei Schulhöfen
Projekt „KomBus 2.0“: Wie die Stadt Mosbach und die PH Heidelberg gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern die Bewegungsfreundlichkeit von Schulhöfen untersucht haben.
Aktive Pausengestaltung im Alltag: Kinder und Jugendliche brachten im Projekt „KomBus 2.0“ ihre eigenen Ideen und Perspektiven zur Neugestaltung des Schulhofs ein. ©Stadt Mosbach
Wie können Schulhöfe Bewegung, Begegnung und eine aktive Pausengestaltung fördern?
Dieser Frage gingen die Stadt Mosbach und die Pädagogische Hochschule Heidelberg (PH HD) im gemeinsamen Projekt „KomBus 2.0“ nach. Im Mittelpunkt standen die Schulhöfe des Auguste-Pattberg-Gymnasiums und der Waldsteige-Grundschule. „KomBus“ (Kommunale Bewegungsverhältnisse untersuchen) ist ein Instrument zur Datenerfassung der bewegungsförderlichen Verhältnisse von Kommunen. Das KomBus-Tool wurde so konzipiert, dass es mit Fragenkatalogen wesentliche Umgebungsmerkmale mit Blick auf die Flächennutzung, die Fußgänger- und Radfahrerinfrastruktur, die Verkehrssicherheit, die allgemeine Attraktivität und das soziale Umfeld erfasst.
Kinder und Jugendliche bringen ihre Perspektive ein
Das Projekt nahm die Schulhöfe aus unterschiedlichen Blickwinkeln unter die Lupe. Eine besondere Rolle spielte dabei die Sicht der Kinder und Jugendlichen. Sie nutzen die Schulhöfe täglich und wissen daher besonders gut, welche Bereiche Bewegung und Begegnung fördern, wo es Verbesserungsbedarf gibt und welche Angebote sie sich für ihre Pausen wünschen.
Die PH Heidelberg stellte die Ergebnisse im September bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung vor. Anschließend vertieften schulbezogene Arbeitsgruppen die Erkenntnisse. Gemeinsam identifizierten die Beteiligten Stärken, Entwicklungsbedarfe und mögliche Ansätze für die Weiterentwicklung der beiden Mosbacher Schulhöfe. Das APG priorisierte beispielsweise den Erhalt eines sanierungsbedürftigen Fußballfeldes. Die Waldsteige Grundschule sprach sich unter anderem für ein Schuhregalkonzept aus, sodass der komplette Outdoorbereich bei jedem Wetter nutzbar ist.
„Für uns ist besonders wertvoll, dass das Projekt viele unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht hat. Gerade die Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen geben uns wichtige Hinweise darauf, wie wir die Schulhöfe künftig noch besser nutzen und weiterentwickeln können“, sagt Gesundheitsmanagerin Jennifer Amend-Groß von der Stadtverwaltung Mosbach.
Ergebnisse fließen in die weitere Planung ein
Die PH Heidelberg hat die Ergebnisse in einer abschließenden Dokumentation zusammengefasst. Die Stadt Mosbach nutzt diese künftig als wichtige Grundlage für ihre weitere Maßnahmen- und Entwicklungsplanung.
Der Abschluss des Projekts bedeutet dabei nicht, dass die Stadt kurzfristig bauliche Veränderungen an den Schulhöfen umsetzt. Vielmehr sollen die gewonnenen Erkenntnisse mittel- und langfristig in die Planungen einfließen. Angesichts begrenzter finanzieller Spielräume muss die Stadt mögliche Maßnahmen sorgfältig prüfen und nach Dringlichkeit und Nutzen priorisieren.
Das Tool „KomBus 2.0“ hat dafür wichtige Impulse geliefert und gezeigt, wie sich die Perspektiven von Schülerinnen und Schülern, Schulen, Verwaltung und Wissenschaft zusammenführen lassen.
Die Stadt Mosbach bedankt sich bei allen Schülerinnen und Schülern, den Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern und weiteren Beteiligten für ihre engagierte Mitwirkung. Ein besonderer Dank gilt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg für die konstruktive und gute Zusammenarbeit sowie für die Aufbereitung der aufwendigen Datensätze.
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