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Syrien - A. Danoun


Ich möchte über die Erfahrungen während meiner Flucht von Syrien nach Deutschland
berichten.

Zuerst möchte ich Ihnen erzählen, warum ich mit meiner Familie (meiner Frau und meiner Tochter) Syrien verlassen habe. Dann gehe ich kurz auf unseren Fluchtweg ein. Danach erzähle ich Ihnen von meinen Erlebnissen in Deutschland.

2011 hat der Krieg in Syrien begonnen und 2015 sollte ich Soldat in Assads Armee werden. Das wollte ich nicht. Ich will keine Menschen töten, deshalb habe ich mit meiner Frau beschlossen, Syrien zu verlassen.

Es war nicht einfach, unsere Heimat, sowie unsere Eltern und Geschwister zu verlassen. Meine Eltern haben meine Entscheidung mitgetragen. Wir sind ca 15 Tage mit allen möglichen Verkehrsmitteln (z. B. Bus, PKW, LKW) in die Türkei gefahren. Die Schlepper haben viel Geld von uns genommen. Danach sind wir mit dem Boot in Griechenland angekommen. Von dort sind wir über die Balkanroute nach Deutschland gekommen.

Wir waren ca. vier Wochen unterwegs und die Reise war sehr anstrengend. Im Aufnahmezentrum in Karlsruhe wurden unsere Personalien aufgenommen und nach einiger Zeit (ca. einem Monat), sind wir nach Neunkirchen gefahren. Dort haben wir in einem Zimmer gewohnt und die ersten deutschen Freunde gefunden. Wir haben seit vier Jahren sehr viel Kontakt. Er hilft mir und ich helfe ihm.

Gott sei Dank hatten meine Familie und ich hier nie Probleme mit Rassismus. Wir haben Kontakt zu Deutschen und wurden sehr freundlich als neue Nachbarn aufgenommen. Zur Zeit wohne ich mit meiner Frau und inzwischen drei Töchtern in Obrigheim-Asbach. Wir haben sehr guten Kontakt zu unseren deutschen Nachbarn.

Ich habe meinen B2-Kurs erfolgreich abgeschlossen und arbeite bei der Evangelischen Sozialstation Mosbach als Fahrer. Ich mag meine Arbeit sehr, da ich dabei älteren Menschen helfen kann.

Für unsere Zukunft wünsche ich mir, dass wir weiterhin in Frieden hier leben können und die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen können. Wir sind sehr dankbar, dass wir hier leben können und es nette Menschen gibt, die uns unterstützen.


Abdulrahman Danoun

 
 

14.03.2021