Naturdenkmale

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...sind Landschaftselemente, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit durch eine Rechtsverordnung unter Schutz gestellt werden. 

Unterschieden wird zwischen „Flächenhaften Naturdenkmalen“ mit einer Flächen bis maximal 5 ha Größe und „Einzelbildungen“, wie zum Beispiel Bäume.
Auf dem Gebiet der Stadt Mosbach finden sich sowohl "Flächenhafte Naturdenkmale" als auch sogenannte "Einzelbildungen" (z.B. die Linde am Mosbacher Kirchplatz, sh. Bild).

Für die Naturdenkmale auf der Gemarkung der Großen Kreisstadt Mosbach ist auf Grund der Verwaltungsreform seit 1. Januar 2005 die Stadt Mosbach zuständig. Die früheren Rechtsverordnungen wurden von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Neckar-Odenwald erlassen.   

Linden_Kirchplatz_kl

Einzelbildungen in Mosbach:

Für den Schutz von Einzelbildungen (Naturgebilde) hat die Stadt Mosbach im Jahr 2018 eine neue Verordnung erstellt. Diese Verordnung vom 9.10.2018 wurde am Samstag, den 13.10.2018, in der örtlichen Presse verkündet und ist am 14.10.2018 in Kraft getreten. Sie umfasst sowohl Baumgruppen wie auch einzelne Bäume.

Die „Einzelbildungen“ im Stadtgebiet waren bereits zuvor mit Rechtverordnungen aus den Jahren 1984 und 1988 ebenfalls durch den Landkreis geschützt. Insgesamt wurden damals an die 70 Bäume unter Schutz gestellt, wovon im Laufe der Zeit über ein Drittel der Bäume alters- oder krankheitsbedingt abgängig waren. 

In der jetzt gültigen Rechtsverordnung wurden alles in allem 141 Bäume unter Schutz gestellt. Dabei wurden Gruppen bis zu 13 Bäumen zu einem Naturdenkmal zusammengefasst – zum Beispiel die beiden älteren Lindenreihen im Lorettopark. Auch einzelne private Bäume genießen den Schutz – ihre Eigentümer werden seitens der Stadt beraten und unterstützt, da sie einem Baum Raum bieten, dessen Erhalt im öffentlichem Interesse steht.

 

Flächenhafte Naturdenkmale in Mosbach:

Die flächenhaften Naturdenkmale wurden im Jahr 1983 vom Landkreis ausgewiesen.
Dies sind:

  • „Kleines Flürlein“, Gemarkung Mosbach
    reich gegliederte Biotopstruktur mit Kalkmagerrasen, Salbei-Glatthaferwiesen, sonnig-warmen Gebüschen mit ihren Saumgesellschaften und kleinflächigen Rohbodenstandorten

  • „Kleebwald“, Gemarkung Neckarelz
    naturnaher Schatthangwald an einem nordexponierten Steilhang am Unterlauf der Elz.

  • „Froschgraben“, Gemarkung Neckarelz
    extensiv genutzter Biotopkomplex aus Wiesen, Obstbäumen und Feldgehölzen mit ökologisch bedeutendem Feuchtgebiet inmitten einer stark beanspruchten Landschaft.
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