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Zukunft des Pfalzgrafenstifts: weiterer Schritt ist getan

Einstimmig – so lautete der Beschluss am Ende eines vierstündigen Sitzungsmarathons rund um die Zukunft des Pfalzgrafenstifts unter Beteiligung der Bürgerinitiative „Menschen helfen Menschen Mosbach“, des Seniorenbeirats und des Jugendgemeinderats.

Pfeil 06.04.2019 08:03

Einstimmig – so lautete der Beschluss am Ende eines vierstündigen Sitzungsmarathons rund um die Zukunft des Pfalzgrafenstifts. Zunächst hatte der „Runde Tisch Pfalzgrafenstift“ unter Beteiligung der Bürgerinitiative „Menschen helfen Menschen Mosbach“, des Seniorenbeirats und des Jugendgemeinderats, danach der Haupt- und Finanzausschuss in gleicher Besetzung getagt.

Drei Bewerber, die aus dem Interessenbekundungsverfahren zur künftigen Nutzung des Pfalzgrafenstifts hervorgegangen waren, hatten sich und ihre jeweiligen Konzepte in der Sitzung am Donnerstagabend vorgestellt. Vorausgegangen waren Besichtigungen von Einrichtungen durch den „Runden Tisch“ vor 14 Tagen. Die Ansätze der drei Bewerber können durchaus als sehr verschieden beschrieben werden, alle Vor- und Nachteile unter besonderer Berücksichtigung der Stiftung Hospitalfonds und der für die Stiftung möglichen Nutzen und Risiken der verschiedenen Konzepte wurden beleuchtet und eingehend diskutiert. Zuletzt überzeugte das Konzept der Senioren-Wohnen-Holding GmbH (SWH), deren von advita Pflegedienst GmbH geführtes Haus man in Schwäbisch Hall besucht hatte. SWH plant, das Pfalzgrafenstift zu erwerben und im Bestand umzubauen.

Diese Sicht teilt auch der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS), der alle Konzepte vorab aus fachlicher Sicht beurteilt hatte und es u.a. als positiv bewertete, dass bei SWH bereits ein Pflegedienstleister eingeschaltet ist und zahlreiche erfolgreich umgesetzte Projekte ähnlicher Art nachgewiesen sind. Aktuell entstehen Einrichtungen in Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim. Auch das umfassend ausgearbeitete fachliche Konzept, das nur noch ein „Feintuning“ benötigt und das zeitgemäß durchdachte Pflegekonzept, das individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden kann, trugen zur positiven Meinungsbildung bei.

Advita bietet eine Kombination von Wohnen, Betreuung und Pflege, d.h., wer sich dazu entschließt, eine Wohnung anzumieten und mit der Zeit Hilfe benötigt oder pflegebedürftig wird, kann die notwendigen Unterstützungen individuell und einzeln dazu buchen. Die angebotene Kombination von Wohnen, Betreuung und Pflege bietet größtmögliche Freiheit: rüstige Senioren und Seniorinnen leben in ihren eigenen vier Wänden und können über sich selbst verfügen. Haben sie den Wunsch nach Gesellschaft, finden sie in den Gemeinschaftsräumen schnell Anschluss und Unterhaltung und wenn sie in die Situation kommen, dass sie (Haushalts-) Dienstleistungen sowie Pflege und Betreuung benötigen, erhalten sie diese in ihrem Zuhause oder in der ebenfalls vorgesehenen Tagespflegeeinrichtung – ohne in ein Pflegeheim umziehen zu müssen.

Der einstimmige Beschluss des Ausschusses pro SWH und advita ebnet nun den Weg für die weiteren Schritte nach der Konzeptauswahl, in welche auch die Bürgerinitiative eingebunden sein wird. Zunächst wird der Gemeinderat am 6. Mai in seiner Funktion als Stiftungsorgan über die Empfehlung des Ausschusses beschließen. Es ist geplant, dass die SWH in dieser öffentlichen Sitzung ihr Konzept nochmals vorstellt. Es folgen Vertragsabstimmungen und die Beteiligung der Stiftungsaufsicht und des Finanzamts. In einer Bürgerinformation soll nach diesen notwendigen Schritten die Öffentlichkeit ausführlich informiert werden. Mit einer abschließenden Beschlussfassung im Gemeinderat über die vertraglichen Vereinbarungen ist – bei optimalem Verlauf der Gespräche mit den Beteiligten – Ende 2019 zu rechnen.

Sowohl Oberbürgermeister Michael Jann als auch die Vertreter des Gemeinderats, der Bürgerinitiative und des Seniorenbeirats bzw. Jugendgemeinderats zeigten sich erleichtert, dass man nun eine für die Menschen in Mosbach gute und zukunftsträchtige Lösung gefunden hat. „Die Interessen der Stiftung müssen wir bei allem immer im Blick behalten“, so OB Jann. „Mit der SWH besteht die Chance, die finanzielle Situation der Stiftung langfristig zu sichern und gleichzeitig den Stiftungszweck weiter zu verfolgen“.

 
 

05.04.2019