Werkrealschulen in Mosbach

Hier finden Sie Informationen aus der Gemeinderatssitzung vom 25. Juli zur aktuellen Situation der Werkrealschulen in Mosbach.

Pfeil 26.07.2019 09:19

Im vergangenen Februar hat der Gemeinderat die von der Verwaltung mit den Beteiligten erarbeitete Werkrealschulkonzeption verworfen und sich dafür ausgesprochen, beide vorhandenen Schulstandorte zu erhalten, an beiden Schulen die Eingangsklasse 5 zu bilden und dies durch Schülerlenkung sicherzustellen.

Bis Ende Mai hatten sich die Anmeldezahlen für den Werkrealschulbereich wie folgt entwickelt:

Lohrtalschule                                                 30 Schülerinnen und Schüler

Müller-Guttenbrunn-Schule                             8 Schülerinnen und Schüler.

Das Staatliche Schulamt Mannheim hat deshalb im Juni eine Schülerlenkung dergestalt vorgenommen, dass 11 Elternpaare, die ihr Kind an der Lohrtalschule angemeldet hatten, dazu aufgefordert worden sind, das Kind in der Müller-Guttenbrunn-Schule anzumelden. Dadurch wäre gewährleistet gewesen, dass beide Schulstandorte eine Eingangsklasse 5 mit jeweils 19 Schülern gehabt hätten.

Von den 11 gelenkten Kindern sind tatsächlich nur 2 an der Müller-Guttenbrunn-Schule zur Anmeldung gekommen. Die übrigen Eltern haben sich wohl für eine andere Schulart, insbesondere die Gemeinschaftsschule bzw. die Realschule, entschieden.

Die Zahl der Schüler an der Müller-Guttenbrunn-Schule in Klassenstufe 5 war zum Stichtag bedauerlicherweise nur auf 12 angestiegen (10 eigene und 2 gelenkte). Damit wird die Mindestschülerzahl von 16 nicht erreicht. Als Konsequenz auf das im vergangenen Schuljahr eingeleitete Hinweisverfahren nach § 30b Schulgesetz wird der Sekundarbereich der Müller-Guttenbrunn-Schule auslaufend aufgehoben werden. Dies bedeutet, dass die dort verbliebenen Schüler der jetzigen Klassenstufen 6/7 und 8 am gewohnten Standort auch noch ihren Abschluss machen können, neue Klassen aber nicht mehr aufgenommen werden.

Da der Gemeinderat beschlossen hat, die Schulart Werkrealschule in Mosbach als zentraler Standort beizubehalten, wird die Müller-Guttenbrunn-Schule in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt Mannheim, die jetzt an der Müller-Guttenbrunn-Schule Angemeldeten darüber informieren, dass dort keine 5. Klasse gebildet werden kann, aber für sie beim Wunsch der Schulart Werkrealschule die Möglichkeit besteht, sich jetzt an der Lohrtalschule anzumelden.

Welche Auswirkungen dies auf das Anmeldeverhalten an der Lohrtalschule haben wird, kann verlässlich erst nach den Sommerferien gesagt werden. Es ist nicht ganz auszuschließen, dass dann entgegen der Zielsetzung die Eingangsklasse 5 nach Überschreitung der Schülerzahl 30 dort zweizügig geführt werden muss. Die räumlichen Voraussetzungen hierfür sind unter Hinnahme von Einschränkungen möglich und auch mit der Schulleitung besprochen.

 

 

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