Vergaben im Eilverfahren

Damit wichtige Maßnahmen nicht in Verzug kommen, hat Oberbürgermeister Michael Jann die Vergabe von verschiedenen Leistungen (Sanierung Pestalozzi-Realschule und Kanalsanierung Waldstadt) im Eilverfahren getroffen.

Pfeil 01.04.2020 10:19

Bis Ende April sind sämtliche Sitzungstermine der Gremien der Stadt Mosbach abgesagt. Wie es danach weitergeht, muss je nach Situation entschieden werden. Die Sitzung am 6. Mai jedenfalls steht aktuell noch regulär auf dem Sitzungsprogramm. Damit derweil wichtige Maßnahmen nicht in Verzug kommen, hat Oberbürgermeister Michael Jann die Vergabe von verschiedenen Leistungen im Eilverfahren getroffen. Die Stadträtinnen und Stadträte wurden zeitnah über die notwendigen Schritte informiert.

Die Pestalozzi-Realschule befindet sich seit geraumer Zeit und noch bis voraussichtlich 2023  in einer grundlegenden Sanierung. Es handelt sich mit 5,5 Millionen Euro um das derzeit größte Schulbauprojekt der Stadt. Um einen reibungslosen Ablauf der einzelnen Gewerke nicht zu gefährden, wurden die Planungsleistungen im Bereich Architekt, Heizung/Lüftung/Sanitär sowie Elektro im Eilverfahren vergeben. Aufgrund des Volumens des Großprojektes wurden die Architektenleistungen europaweit ausgeschrieben, wobei sich das Mosbacher Architekturbüro Dorbath & Partner nach der Angebotsrücknahme eines weiteren Büros durchsetzen konnte. Da die Auftragsschwelle es zuließ, wurden die Ingenieurverträge im Bereich Technische Gebäudeausrüstung  Heizung/Lüftung/Sanitär an das Mosbacher Ingenieurbüro Willhaug sowie im Bereich Fachplanung Elektrotechnik an das Mosbacher Ingenieurbüro Spohn GmbH direkt vergeben. Somit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass es auch in diesen Gewerken weitergehen kann.

Auch die geplante Kanalsanierung in der Waldstadt kann durch die von OB Jann erteilten Vergaben voraussichtlich Anfang Mai gestartet werden. Aufträge erhielten die Firma DF-ING Kanaltechnik GmbH aus Karlstadt für die Inlinersanierung sowie die Firma Erles Umweltservice aus Meckesheim für das Roboterverfahren für insgesamt rund 380.000 Euro. Seit mehreren Jahren bereits werden die rund 60 Jahre alten Kanäle in der Waldstadt Stück für Stück saniert. In diesem Jahr werden die Haltungen, also die Verbindungen zwischen den Schächten, an 30 Stellen durch Inliner saniert; 75 weitere Haltungen sowie 45 Schächte werden mittels Robotertechnik saniert. Durch die Verfahren in geschlossener Bauweise ergeben sich finanzielle Vorteile, aber vor allem auch eine geringere Beeinträchtigung des Verkehrs und der Anwohner. Die Maßnahmen werden etwa ein halbes Jahr dauern.

 

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