Oberbürgermeister Michael Jann tritt Verwaltungsratsvorsitz an

Ab dem 1. Mai 2019 hat der Verwaltungsrat des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) einen neuen Vorsitzenden – den Mosbacher Oberbürgermeister Michael Jann.

Pfeil 29.04.2019 15:26

Ab dem 1. Mai 2019 hat der Verwaltungsrat des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) einen neuen Vorsitzenden – den Mosbacher Oberbürgermeister Michael Jann. „Ich freue mich, den Vorsitz in bildungspolitisch sehr spannenden Zeiten zu übernehmen“, sagt Jann. „Erst vor kurzem hat der Bund den Digitalpakt verabschiedet. Damit stehen uns bald Mittel in Millionenhöhe zur Verfügung, um die Schulen in unserem Land für die Digitalisierung zu rüsten. Das LMZ spielt dabei eine wichtige Rolle. Schließlich unterstützt es Schulen und Schulträger bei der Erarbeitung eines Medienentwicklungsplans.“ Er erinnerte an zentrale Aufgaben des LMZ wie die Bereitstellung von urheberrechtlich geprüften Medien, die technische Beratung über eine Hotline oder die vielfältigen landesweiten Angebote zum Jugendmedienschutz. Und die Bedeutung des LMZ für Schulen, Städte, Gemeinden und Landkreise werde durch den bevorstehenden Ausbau des digital unterstützten Unterrichts weiter wachsen.

Das hohe Interesse für den Bildungsbereich zeigt sich beim Mosbacher Oberbürgermeister auch ganz konkret vor Ort. Beispielsweise hat er mit der Grundschule Diedesheim eine landesweite Referenzschule in seiner Kommune, die vom LMZ und dem Kreismedienzentrum Mosbach pädagogisch begleitet und von der Stadt exemplarisch mit Hardware ausgestattet wurde. Als Referenzgrundschule gibt sie anderen interessierten Grundschulen im Landkreis ihre Erfahrungen weiter, liefert Anschauungsmaterial und erprobt Fortentwicklungen. Zugleich dient sie als Ort für Fortbildungen und Workshops und macht Medienbildung in der praktischen Umsetzung für Interessierte erlebbar. Auch die pädagogische Musterlösung für schulische Computernetze des LMZ wird dort angewandt. 

Landrat Bäuerle für großes Engagement gedankt 

Die Mitglieder des Verwaltungsrats hatten Oberbürgermeister Jann in ihrer Sitzung im Februar 2019 einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Er gehört dem Gremium seit 2017 an und übernimmt den Vorsitz nun vom Rastatter Landrat Jürgen Bäuerle, der seit Herbst 2014 den Verwaltungsrat leitete. „Landrat Bäuerle hat das LMZ in den vergangenen fünf Jahren sehr intensiv unterstützt und sich sehr für uns und unsere Aufgaben engagiert“, bedankt sich der Direktor des LMZ, Wolfgang Kraft. „Ein besonderes Anliegen war ihm die Fortentwicklung des LMZ und die zukunftsorientierte Aufstellung des Medienzentrenverbundes“. So habe Landrat Bäuerle die Organisationsuntersuchung des Medienzentrenverbunds Baden-Württemberg mit initiiert, die künftige Handlungsfelder von Landes- und Kreismedienzentren sowie Schnittstellen aufzeigen soll. „Zudem war es ihm wichtig, unsere landesweite Mediathek für Unterrichtsmedien, SESAM, zu evaluieren und deren Zukunftsfähigkeit herauszustellen. Sehr unterstützt hat er auch das landesweit vorbildliche Projekt ‚Medienmoderne Schulen – IT-Schulstadt Karlsruhe‘, das wir mit der Stadt Karlsruhe starten durften“, so Kraft weiter. 

Verwaltungsrat ist mit Vertretern unterschiedlicher Institutionen besetzt 

Der 15-köpfige Verwaltungsrat bestimmt gemäß dem Medienzentrengesetz neben dem Direktor die Ausrichtung des LMZ. Der Rat besteht aus Vertretern von Landkreis-, Städte- und Gemeindetag, dem Kultus- und Finanzministerium, den Regierungspräsidien sowie je einem Vertreter der Städte Stuttgart und Karlsruhe und der Stadt- und Kreismedienzentren. Aufgabe des Verwaltungsrats ist es, die Geschäftsführung des LMZ zu überwachen, über den Erlass von Satzungen zu beschließen, den Haushaltsplan zu genehmigen, die Jahresrechnung festzustellen und einen Abschlussprüfer zu bestellen. Zudem entlasten die Mitglieder den Direktor, der die laufenden Geschäfte des LMZ führt. 

Landesmedienzentrum ist Partner für Medienbildung an Schulen 

Das LMZ bietet Lehrkräften an Schulen in Baden-Württemberg sowie Trägern der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung medienpädagogische Beratung, Fort- und Weiterbildung, technische Unterstützung und didaktisch sinnvolle Medien. Es ist auch für die beiden Stadtmedienzentren Karlsruhe und Stuttgart zuständig. Darüber hinaus arbeitet das LMZ im sogenannten Medienzentrenverbund eng mit den regionalen Stadt- und Kreismedienzentren zusammen. Die Online-Medienrecherche dieses Verbundes ermöglicht den Zugriff auf die Medien der Medienzentren und des Landesmedienzentrums, die ausgeliehen oder direkt heruntergeladen werden können. Das LMZ gibt umfassende technische Unterstützung für den Medieneinsatz in Schulen („paedML – pädagogische Musterlösung für schulische Computernetze“) und erprobt unterrichtsgeeignete technische Lösungen. Im Auftrag des Staatsministeriums und des Kultusministeriums betreut das LMZ medienpädagogische Programme zum Jugendmedienschutz mit der Zielsetzung, landesweit über Chancen und mögliche Gefahren der Mediennutzung aufzuklären und bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Kompetenzen für einen souveränen Umgang mit Medien zu fördern. Das LMZ ist Partner der Initiative Kindermedienland. Grundlage der Arbeit des LMZ ist das 2001 vom baden-württembergischen Landtag beschlossene Medienzentrengesetz.

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