Mosbach und Schwarzach sind Host Town der Special Olympics 2023

Als einer von 216 Gastgebern werden Mosbach und Schwarzach im kommenden Jahr Athletinnen und Athleten aus aller Welt begrüßen, um ihnen eine gute Vorbereitung auf die Special Olympics zu ermöglichen.


Pfeil 28.01.2022 08:44

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Die Bewerbung war erfolgreich! Mosbach und Schwarzach sind Host Town der Special Olympics World Games Berlin 2023, dem weltweit größten inklusiven Sportevent. Als einer von 216 Gastgebern begrüßen die beiden Kommunen vom 12. bis zum 15. Juni 2023 Delegationen aus aller Welt, um ihnen einen bestmöglichen Start in Deutschland und gute Vorbereitung auf ihren Wettkampf zu ermöglichen sowie den internationalen Austausch der Athleten und Athletinnen zu fördern.

Gemeinsam mit 18 weiteren Host Towns in Baden-Württemberg haben Mosbach und Schwarzach die Ehre, den Athlet*innen und deren Angehörigen vor Beginn der Wettbewerbe in Berlin Land und Leute näher zu bringen. Vor allem aber stiftet das größte kommunale Inklusionsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik ein neues Miteinander und öffnet den Raum für Begegnungen weit über die Special Olympics (SO) hinaus. Von den Host Towns wird somit auch ein Aufbruch für mehr Teilhabe und Anerkennung von Menschen mit Behinderung ausgehen.

Mosbach und Schwarzach sind Host Town

Den Ausschlag zur Auswahl als Host Town haben vor allem die Konzepte für die inklusiven Projekte vor Ort gegeben. Die Stadtverwaltung Mosbach sieht in der Teilnahme eine Anknüpfung an ihren kommunalen Aktionsplan Inklusion und damit die Chance, neue Projekte zur Realisierung der Inklusion in Mosbach anzustoßen. Als Standort der Johannes-Diakonie, deren Sportlerinnen und Sportler seit Jahren erfolgreich an Special Olympics teilnehmen, besteht zudem ein direkter Bezug zur Teilhabe von Menschen mit z.B. geistigen Einschränkungen. Gemeinsam mit Mosbach ist auch die Gemeinde Schwarzach als weiterer Standort der Johannes-Diakonie sowie des Kraft-Werks Schwarzach e.V. und als ausgezeichnete inklusive Gemeinde Host Town.

In den beiden Kommunen ist man sich sicher: „Die SO werden bleibende internationale Kontakte auch für die Zukunft und den Wandel im Bewusstsein gegenüber Menschen mit kognitiven Einschränkungen und Lernschwierigkeiten bringen. Das Host Town Program kann dazu beitragen, dass über die eigentlichen Weltspiele hinaus der Gedanke der Inklusion nachhaltig in die Kommunalpolitik verankert wird. Denn Inklusion findet genau dort statt, wo Menschen zusammenleben. Die Special Olympic World Games geben dem Thema Inklusion somit starken Rückenwind und sie bieten die Chance einer Qualitätsoffensive für Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen.“

Der Mosbacher Michael Lofink, Athletenratsvorsitzender SO Baden-Württemberg, erklärt: “Wichtig ist, dass die Athleten runterkommen vor dem Trubel und der Anspannung während der Spiele.” Der Radfahrer war 2019 bei den Weltspielen in Abu Dhabi dabei. "Innerlich werden sie gespannt sein wie Flitzebogen”, weiß Lofink. Deswegen: “Ruhe reinbringen, Abwechslung erfahren und die Gegend erkunden."

Das Programm der Host Towns zielt auf die Etablierung inklusiver Strukturen und auf selbstbestimmte Teilhabe vor Ort. Damit ist es Ausdruck der ganzheitlichen Strategie der SO Deutschland, über den Sport hinaus die Lebenswelten von Menschen mit geistiger Behinderung und deren Wahrnehmung in der Gesellschaft im Blick zu haben. Die Host Towns gehen mit dem Programm einen großen Schritt in Richtung Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und senden einen starken Impuls für eine bundesweite Bewusstseinsbildung. Die vielfältigen Ideen, Initiativen und Projekte, die Kooperationen mit Schulen, Vereinen, Kultureinrichtungen und Werkstätten, die entstehenden Netzwerke und vieles mehr sollen das Land nachhaltig voranbringen und es im Umgang mit dem Thema Inklusion reifen lassen.

Übrigens können sich jetzt auch schon als Volunteer für die Special Olympics World Games 2023 in Berlin anmelden: https://www.berlin2023.org/de/mach-mit/volunteers

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