Mosbach ist nun offiziell Hochschulstadt

Innenminister Thomas Strobl genehmigt Zusatzbezeichnungen für 23 Städte und Gemeinden und stärkt damit deren Identität und das Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort.

Pfeil 10.12.2021 08:20

„Unsere Städte und Gemeinden liegen mir als Kommunalminister besonders am Herzen. Wir haben bärenstarke Kommunen im Land. Für sie bedeutet kommunale Selbstverwaltung nicht nur, die örtlichen Angelegenheiten selbst zu regeln. Sie haben ein eigenes Selbstverständnis und sie prägen damit die Identifikation der Menschen mit ihrem Ort. Mit der Genehmigung von Zusatzbezeichnungen stärken wir unsere Kommunen also im besten Sinne, wir stärken ihre Identität, das Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort“, sagte der Stv. Ministerpräsident, Innen- und Kommunalminister Thomas Strobl am Donnerstag (9. Dezember 2021).

Zuvor hatte Minister Thomas Strobl in einer Videokonferenz 23 Städten und Gemeinden virtuell die Genehmigung zum Führen einer Zusatzbezeichnung überreicht. Genehmigt wurden diese Zusatzbezeichnungen:  Albstadt (Zollernalbkreis): Hochschulstadt  Biberach an der Riß (Landkreis Biberach): Hochschulstadt  Bräunlingen (Schwarzwald-Baar-Kreis): Zähringerstadt (für den Ortsteil Bräunlingen)  Calw (Landkreis Calw): Hermann-Hesse-Stadt (für den Ortsteil Calw)  Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis): Donauquellstadt - 2 -  Eschelbronn (Rhein-Neckar-Kreis): Schreinerdorf  Furtwangen im Schwarzwald (Schwarzwald-Baar-Kreis): Donauquellstadt  Geislingen an der Steige (Landkreis Göppingen): Hochschulstadt  Heidenheim an der Brenz (Landkreis Heidenheim): Hochschulstadt  Lauffen am Neckar (Landkreis Heilbronn): Hölderlinstadt  Marbach am Neckar (Landkreis Ludwigsburg): Schillerstadt  Markgröningen (Landkreis Ludwigsburg): Schäferlaufstadt  Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis): Hochschulstadt  Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis): Römerstadt  Renchen (Ortenaukreis): Grimmelshausenstadt  Riedlingen (Landkreis Biberach): Hochschulstadt  Rutesheim (Landkreis Böblingen): Waldenserort (für den Ortsteil Perouse)  St. Peter (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald): Zähringergemeinde  Sigmaringen (Landkreis Sigmaringen): Hochschulstadt  Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis): Wallfahrtsstadt  Weil der Stadt (Landkreis Böblingen): Keplerstadt  Weingarten (Landkreis Ravensburg): Hochschulstadt  Weinsberg (Landkreis Heilbronn): Weibertreustadt (für den Ortsteil Weinsberg).

Die Städte und Gemeinden dürfen die Zusatzbezeichnungen formal ab dem 1. Januar 2022 führen. „Die 23 Zusatzbezeichnungen sind bunt und vielfältig wie unser Land und die kommunale Familie in Baden-Württemberg. Mit den Zusatzbezeichnungen nehmen wir die Menschen mit auf eine kulturhistorische Reise durch unser Land. Mehrfach wird auf die Geschichte der Stadtgründungen Bezug genommen, zum Beispiel auf die Zähringer oder die Waldenser, oder auf berühmte Söhne der jeweiligen Stadt, zum Beispiel auf Hesse, Hölderlin oder Schiller. Gleich zwei Städte reklamieren die Donauquelle für sich.

Und acht Städte des Landes fühlen sich schon lange völlig zu Recht als Hochschulstädte und sollen sich zukünftig auch offiziell so nennen dürfen“, erklärte Minister Thomas Strobl. Am 2. Dezember 2020 hat der Landtag von Baden-Württemberg auf Vorschlag von Innenminister Thomas Strobl eine Änderung der Gemeindeordnung beschlossen, mit der die bislang zurückhaltende Praxis im Bereich der Zusatzbezeichnungen gelockert wurde. Für die Gemeinden im Land ist es seither viel leichter möglich, neben dem Gemeindenamen eine sonstige Bezeichnung zu führen. 

Die Stadt Mosbach hat damit 2022 ihr Ziel erreicht, das 2009 noch scheiterte: sie ist nun auch amtlich und hochoffiziell Hochschulstadt, was mit dem Anbringen der Stadteingangsschilder im Laufe des Januars besiegelt wird! Vor über zehn Jahren noch mussten die auf Initiative der Stadt Mosbach und der DHBW Mosbach bereits installierten Schilder auf Order des Landes nach einigen Tagen wieder abgeschraubt werden.

Hochschulstadt_Schild

 

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