Mitgliederversammlung des Kinderschutzbundes Neckar-Odenwald-Kreis e.V

Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Susanne Heering begrüßte die Mitglieder des Kinderschutzbundes Kreisverband Neckar-Odenwald-Kreis e.V bei der diesjährigen Mitglie-derversammlung im Amtsstüble in Mosbach.

Pfeil 18.11.2021 17:13

Rückblick auf Kinderschutzprojekte für Groß und Klein im Corona-Jahr 2020

Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Susanne Heering begrüßte die Mitglieder des Kinderschutzbundes Kreisverband Neckar-Odenwald-Kreis e.V bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Amtsstüble in Mosbach. Gemeinsam mit der Leiterin der Geschäftsstelle, Anette Weigler, stellte sie im Tätigkeitsbericht die verschiedenen Aktionen des Kinderschutzbundes im Jahre 2020 vor. Leider fielen viele Projekte, die in den vergangenen Jahren in unserem Landkreis durchgeführt werden konnten, aufgrund der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen aus.

Die Gewaltpräventionsprojekte an Schulen konnten aufgrund der beiden langen Lockdowns nicht durchgeführt werden. Die Schüler*innen mussten leider auf die Theaterstücke („Geheimsache Igel“ und „(K)ein normaler Tag“) sowie auf das Gewaltschutztraining verzichten. Allerdings werden die ausgefallenen Termine nachgeholt, sobald es die Situation wieder erlaubt.

Die Schüler*innen der Hardbergschule mussten auf die regelmäßigen Besuche „ihres“ Therapiehundes Kimmi verzichten, denn sowohl Kimmi als auch sein „Frauchen“ Hildegard Mödinger zogen sich aus der Schularbeit zurück. „Hier suchen wir ganz dringend jemanden, der mit einem ausgebildeten Therapiehund diese wichtige Arbeit wieder aufnimmt!“ warb Susanne Heering bei den Anwesenden.
Auch das zweimal monatlich stattfindende Mütter-Café, welches in Kooperation mit den Soroptimistinnen (SI-Club) durchgeführt werden sollte, konnte im Jahr 2020 nicht angeboten werden.
Von zwei geplanten Elternkursen konnte leider nur ein Kurs durchgeführt werden, der allerdings im Dezember 2020 als online-Kurs beendet wurde.

Der geplante Vortrag für Eltern und Fachleute zum Thema „Kinder und Medien“ wurde schon frühzeitig auf das Folgejahr, also 2021 verlegt. Anfang Oktober 21 fand dieser dann in Fahrenbach statt und alle Anwesenden waren sich einig: dieser Vortrag sollte noch einmal wiederholt werden und hätte auch mehr Zuschauer verdient gehabt.

Auch das neue Projekt des Kinderschutzbundes, die Familienbegleitung durch Ehrenamtliche, wurde durch die beiden langen Lockdowns leider heruntergefahren. „In 2021 starteten wir quasi wieder bei null, denn viele der ehemals gewonnenen und weitergebildeten Familienbegleiter, wollten nach den beiden Lockdowns aus den unterschiedlichsten Gründen die Arbeit in den Familien nicht mehr aufnehmen.“ Dank einer neuen Kampagne, die gemeinsam mit dem Netzwerk Familienpaten Baden-Württemberg durchgeführt wurde, konnten Mitte 2021 wieder einige neue Ehrenamtler in die Familien gehen. „Im Moment ist ein verstärkter Bedarf bei den Familien festzustellen, die die Unterstützung unserer Ehrenamtlichen in Anspruch nehmen,“ konnte Anette Weigler ausführen.

Nun stellte sich die Frage, was denn in 2020 überhaupt stattfinden konnte.
Die Aktion „Schutzengel“ wurde 2020 weiterhin finanziell unterstützt. Der Babybettenverleih wurde nachgefragt und auch die Einzelfallförderung, die einigen finanziell bedürftigen Familien zu Gute kam wurde aufrechterhalten. Die Kleiderkammer wurde leider wenig nachgefragt, so dass im Vorstand beschlossen wurde, diese im Laufe von 2021 aufzulösen.

Anette Weigler konnte einige neue Projekte entwickeln, die auch überregional Beachtung fanden. So wurde im September 2020 in Zusammenarbeit mit der Stadt Mosbach der „Platz der Kinderrechte“ (als erster Platz dieser Art in Baden-Württemberg!) in Mosbach eingeweiht, anwesend waren u.a. Oberbürgermeister Jann und die stellvertretende Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Baden-Württemberg Christa Holtzhausen. „Der Wasserspielplatz im Elzpark ist hier ein guter Standort, denn viele Eltern nutzen diesen Bereich, um mit ihren Kindern an der frischen Luft zu sein. Hier können in Zukunft sicherlich viele Aktionen starten und für die Kinderrechte werben,“ äußerte sich Christa Holtzhausen.
Für ein weiteres neues Projekt konnte der Kinderschutzbund die finanzielle Unterstützung des Ministeriums für ländlichen Raum erhalten: Als Preisträger des Projektwettbewerbs „gemeinsam schaffen!“  konnte „KonTour - Kinderrechte on Tour“ ab Oktober 2020 durchstarten. Hier geht es um die Bekanntmachung der Kinderrechte im Neckar-Odenwald-Kreis „auf breiter Front“, also überall da, wo Menschen sind und miteinander ins Gespräch kommen. Vorträge zu den Kinderrechten fanden zunächst online statt, sollten aber, sobald dies möglich ist, wieder in Präsenz durchgeführt werden. Unterstützung bekommt Anette Weigler hier von ihrer neuen Kollegin Miriam Dimmig-Leitheim.

Der Kassenwart Dieter Rosenfeld legte den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und somit konnte die Entlastung der Vorstandschaft vorgenommen werden, die schließlich erfolgte.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Satzungsänderung an. Susanne Heering erläuterte die notwendigen Neuerungen und abschließend wurde die Satzungsänderung einstimmig beschlossen. Die größte Änderung betrifft hier den Vorstand, der sich in einen Teamvorstand umbilden wird.
Nun erfolgte die Neuwahl des Vorstandes. Der Vorstandsposten des Vorsitzenden blieb vakant. Als Stellvertreter fungieren nun Benjamin Doth, Gabriele Gramlich und Gabriela Fischer-Rosenfeld. Susanne Heering wechselt in die Schriftführerposition. Die Kasse wird weiterhin von Dieter Rosenfeld verwaltet. Das Vorstandsteam wird erweitert durch die Beisitzer Norbert Bienek, Barbara Schneider, Ute Schneider-Jaksch, Monika Weber, Gabriele und Kurt Methfessel, Ingrid Heydecke und Reinhold Berberich.
Als Kassenprüfer werden weiterhin Manuela Lintz und Günter Schultheiß tätig sein.

neuer Vorstand des Kinderschutzbundes
Der neue Vorstand (v.l.n.r.) :
Benjamin Doth, Gabriela Gramlich, Norbert Bienek, Dieter Rosenfeld, Ingrid Heydecke,
Miriam Dimmig-Leitheim und Anette Weigler (Mitarbeiterinnen), Susanne Heering,
Gabriela Fischer-Rosenfeld, Reinhold Berberich, Gabriele Methfessel. Foto: DKSB NOK

Der alte und neue Vorstand überreichte der scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden  Susanne Heering ein Fotoalbum und einen Blumenstrauß und dankte für die 11 Jahre, in denen sie den Kinderschutzbund aufgebaut hatte und als Vorsitzende tätig war. „Ohne dein Engagement für die Kinderrechte wäre der Neckar-Odenwald-Kreis um eine wichtige Institution ärmer!“ so die einhellige Meinung aller!

Zum Abschluss dankte Susanne Heering allen Vorstandsmitgliedern und der Geschäftsstellenleiterin für die gute und erfolgreiche Arbeit.

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