Hölderlin und Beethoven - Veranstaltungsreihe zum 250. Geburtstag

Zum 250. Mal jähren sich die Geburtstage zweier großer deutscher Künstler. Begegnet sind sie sich zumindest nie, aber sie feiern trotzdem zusammen: Der Dichter Friedrich Hölderlin, geboren am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar und der Komponist Ludwig van Beethoven, am 16. Dezember in Bonn am Rhein geboren.

Pfeil 13.01.2020 11:34

Zum 250. Mal jähren sich die Geburtstage zweier großer deutscher Künstler. Begegnet sind sie sich zumindest nie, aber sie feiern trotzdem zusammen: Der Dichter Friedrich Hölderlin, geboren am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar und der Komponist Ludwig van Beethoven, am 16. Dezember in Bonn am Rhein geboren.
Auch Mosbach zelebriert diese beiden Künstler das ganze Jahr 2020 mit einem bunten Strauß von 16 Veranstaltungen. Dazu ist nun ein eigener Flyer erschienen, der bei den beteiligten Veranstaltern und in der Tourist Information sowie anderen Stellen zur Mitnahme ausliegt.

Niemand wird leugnen, dass die Popularität Beethovens wesentlich größer ist als die Hölderlins. So gedenkt man der beiden auf durchaus verschiedene Weise. Bei Hölderlin liegt ein Schwerpunkt auf der Darstellung seines Lebens. Anders bei Beethoven: Hier werden mehr oder weniger bekannte Werke des Komponisten in neuen Zusammenhängen zum Klingen gebracht. H&B_logo-hoelderlin-Beethoven

Die Reihe startet am Valentinstag. Für das Nicolaus-Kistner-Gymnasium (NKG) gestalten diesen kreativen Brückenschlag in love mit Musik, Literatur und Theater die Schülerinnen und Schülern der Musikklassen und die Kurse Literatur und Theater der Kursstufe 1 des NKG. Der Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg aus Marbach, Dr. Thomas Schmidt, führt mit seinem Vortrag unter dem Titel Friedrich Hölderlin – Dichter in dürftiger Zeit am 26. März in Leben und Werk des Künstlers ein.

Mit einem augenzwinkernden Blick betrachtet das Auguste-Pattberg-Gymnasium am 27. März in seinem Konzert Ta-ta-ta-Taaaaa: Welthit mit Folgen das Werk von Beethoven, während dabei ganz erstaunliche Entdeckungen zum Vorschein kommen. Friedrich Hölderlin gilt als einer der genialen Lyriker der deutschen Sprache. Doch leicht verständlich sind seine Gedichte nicht. Ein Vormittagsseminar von Christof Roos wird am Montag, 30. März im Bildungszentrum Mosbach dazu beitragen, Hölderlins Dichtkunst besser zu verstehen und ihre besonderen Schönheiten aufzuspüren. 

Visuell geht es dann auch direkt am 31. März in der Mediathek weiter. Nach einer Einführung durch Dorothee Roos wird die Literaturverfilmung „Winterreise im Olympiastadion“ präsentiert. Das Besondere: Regie führte Klaus-Michael Grüber, gebürtiger Neckarelzer und international anerkannter Theaterregisseur.

Die Badische Landesbühne kommt am 21.04. mit der szenischen Lesung zu Friedrich Hölderlin mit dem Titel Wo nehm‘ ich, wenn es Winter ist, die Blumen in das Alte Schlachthaus. Einen weiteren Film zu Friedrich Hölderlin: Hälfte des Lebens zeigt die Mediathek am 12. Mai. Der DEFA-Film inszeniert Hölderlins Leben von 1796 bis 1806. Die leidenschaftliche Liebe zur verheirateten Susette Gontard wird zur tragischen Wende im Leben beider. Die Einführung übernimmt wieder Dorothee Roos. H&B_Hölderlin

Das Evangelische Bezirkskantorat Mosbach widmet eine Veranstaltung dem Schicksalslied op. 54 von Johannes Brahms mit dem Text von Friedrich Hölderlin und der Messe C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven. Es musizieren Sonja Maria Westermann (Sopran), Franziska Markowitsch (Alt), Dan Martin (Tenor), Jan-Ole Lingsch (Bass), das Collegium instrumentale und die Mosbacher Kantorei.

Jazzfans können sich auf den 24.Juli freuen, wenn der Bassist Dieter Ilg mit seinem Trio und seinem Programm Mein Beethoven groovt, das die Medien in den höchsten Tönen lobt. Christof und Christian Roos präsentieren am 18. September das Gesprächskonzert Beethoven in der Kleinstadt. Der Text von Thomas Mann schildert und Christof Roos erläutert, während Christian Roos Beethovens letzte Klaviersonate auf dem Klavier spielt.

Eine Woche später, am 26. September, findet in der Stiftskirche ein Liederabend mit Jan-Ole Lingsch (Bariton) und Michael Leslie (Klavier) statt. Es erklingen die Gellert-Lieder und An die ferne Geliebte von Beethoven sowie Schuberts Schwanengesang. Im letzten Beitrag zu Hölderlin, am 20. Oktober, wird Dorothee Roos eine äußerst geglückte Biografie zum Dichter vorstellen, die von Peter Härtling verfasst wurde.

Für die Kleinen ist auch gesorgt: Die Musikschule präsentiert Königsfloh und Tastenzauber – Beethoven für Kinder. In dem Stück sind Marko und seine Nichte auf der Suche nach ihrem „liebsten Lieblingsstück“ von Ludwig van Beethoven. Dabei lernen sie viele populäre Stücke und manche Geheimtipps kennen und nebenbei noch viel Interessantes über das Leben des großen Komponisten. In der Kundenhalle der Sparkasse in Mosbach verbinden Lehrkräfte der Musikschule Mosbach Musik und Texte aus dem künstlerischen Umfeld der Jubilare am 13. November in ihrem 28. MusikForum. H&B_Beethoven

Musikalisch geht es dann am 26. November bei der Konzertgemeinde Mosbach mit dem Trio Gaspard (Klavier, Violine, Violoncello) weiter. Dieses spielt Werke von Beethoven und Helene Winkelmann. Eine intensive Begegnung mit Beethovens Oper Fidelio ermöglicht Christof Roos zum Ende der Jubiläumsreihe am letzten Novembertag 2020 im Bildungszentrum Neckarelz unter dem Titel Des Mitleids Ruf, der Menschheit Stimme.

Das Kulturamt der Stadt Mosbach hat die Veranstaltungsreihe auf Anregung von Christof Roos koordiniert und dankt allen Veranstaltern, die bereitwillig durch ihre Ideen einen Beitrag zu diesem vielfältigen und interessanten Programm geleistet haben.

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