Druckerpatronen – den Verbrauch herunterdrücken

Einsparungen sind geräteseitig möglich und über den Papier-Einsatz. Auch die Entsorgung bzw. Rückgabe leerer Patronen ist ein wichtiger Aspekt. Die KWiN gibt Tipps hierzu.

Pfeil 04.10.2021 09:29

Drucker und Druckerpatronen sind aus Büros, Haushalten und Studentenbuden nicht mehr wegzudenken. Zum Leidwesen aller sind sie viel zu häufig zu wechseln – und die leeren Patronen landen nach Gebrauch denn auch noch viel zu häufig im Restmüll. Dabei enthalten sie viele wiederverwertbare Materialien, vom Kunststoff-Gehäuse bis zu Metallen wie Eisen, Nickel und Kupfer, also knapper werdende Rohstoffe.

Wie kann man Druckerpatronen länger nutzen?

Tintenpatronen sollten möglichst nicht austrocken. Das beginnt schon beim Auspacken: Danach sollten sie gleich in den Drucker eingesetzt werden, und nicht für längere Zeit offen herumliegen. Tintenstrahldrucker sollten nach dem Betrieb nicht über den Hauptschalter einer Steckdosenleiste ausgeschaltet werden, sondern immer über den Schalter am Gerät. Nur so fährt der Druck-Kopf in die Park-Position zurück, die ein Austrocknen verhindert. So wird unnötiger Tintenverbrauch durch Reinigungs-Gänge des Druckers vermieden.

Viele Laser- und Tintenpatronen sind herstellerseitig so eingestellt, dass sie Leerstand melden, obwohl durchschnittlich noch bis zu 25 Prozent der Füllung enthalten sind. Hier hilft herausnehmen, leichtes Aufschütteln und wieder einsetzen, um zumindest noch einen Teil der restlichen Füllung zu nutzen. Eine einprogrammierte Druckersperre, die nach einer gewissen Anzahl von Drucken automatisch Leerstand meldet, braucht bei der Behebung etwas technisches Geschick. Anleitungen sind via Internet erhältlich. Beschädigungen des Geräts im Zuge solcher Optimierungen werden von den Herstellern allerdings selbst innerhalb des Garantie-Zeitraums nicht übernommen.

Beim Kauf eines neuen Druckers können langfristig die Weichen für den Patronen-Verbrauch gestellt werden. Bei Kombi-Patronen für die vier Grundfarben von Farb-Tintenstrahl-Druckern ist ein deutlich höherer Patronen-Verbrauch vorprogrammiert als bei Einzelpatronen für die Grundfarben. Tank-Drucker sind zwar in der Beschaffung etwas teurer, können aber langfristig über Tintenflaschen befüllt werden und sparen dadurch jede Menge teure Ersatz-Patronen.

Einsparungen sind aber nicht nur geräteseitig möglich, sondern auch über den Papier-Einsatz. Für Entwürfe und Korrekturfahnen lohnt es sich, in den Entwurfsmodus zu wechseln, auch als Spar- oder Eco-Modus bezeichnet. Hier wird beim Drucken weniger Tinte oder Toner verwendet. Wer diesen Modus als Standard-Modus bei den Drucker-Einstellungen festlegt, spart automatisch viel mehr Druckfarbe. Auch die Wahl des Papiers spielt eine Rolle, denn verschiedene Papier-Typen nehmen unterschiedlich viel Farbe auf. Doppelseitiges Drucken oder zwei verkleinerte Hochformat-Seiten auf eine Querformat-Seite gedruckt sind für viele Entwurf-Ausdrucke ebenfalls möglich. Zur Dokumentation muss vieles nicht extra ausgedruckt werden, es genügt die digitale Ablage im EDV-Verzeichnis.

Und wenn die Patronen nun wirklich irgendwann leer sind?

Etliche Versand Händler bieten die Rücknahme leerer Patronen zum Wieder befüllen an. Für den Rückversand ist es wichtig, die Patronen geschützt, möglichst in der Original-Verpackung zurückzusenden, damit sie unbeschädigt beim Händler eintreffen. Nur so können sie tatsächlich wieder befüllt werden. Wo die leeren Patronen nicht über Lieferanten zurückgegeben werden konnten, landen sie häufig immer noch in der Restmülltonne. Dabei ist es möglich, intakte Patronen wieder zu befüllen, kaputte Patronen aus Ersatzteilen aufzubereiten oder zu recyceln.

Dafür bieten AWN und KWiN am Wertstoffhof in Buchen eine kostenfreie Rückgabemöglichkeit an. Hierfür sind spezielle rote Tonnen aufgestellt. Angenommen werden folgende Gegenstände: Leere Laser-Druckerpatronen, Tintenpatronen, Tonerkartuschen und ausgediente Trommel-Einheiten von Druckern, Kopierern und Faxgeräten, Disketten, CD's DVD's und Blu-ray-Disks. Alle Patronen und Datenträger sollten nur in dünnen Plastiktüten oder Zeitungspapier, aber ansonsten ohne Verpackung in die roten Tonnen gegeben werden. CDs, und DVDs sollen zum Datenschutz auf der Label-Seite zerkratzt werden, und ohne Umverpackung in die Roten Tonnen gefüllt werden. Die gesammelten Druckermaterialien werden auf Qualität geprüft und nach Wiederbefüllungs-Möglichkeit, Remontage und recyclingfähigen Teilen sortiert.

Die KWiN ist für Anfragen erreichbar unter Tel. 06281/906-0.

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