Der Winter bringt Schnee und Eis

Die Stadt appelliert an die Bürger, die Räum- und Streupflicht zu beachten. Städtische Salzbehälter sind nur für die Bauhofmitarbeiter und nicht für den Privatgebrauch aufgestellt.

Pfeil 01.12.2020 11:23

Schnell kann ein Wechsel der Temperaturen auch zu schwierigen Straßenverhältnissen führen. Die Stadtverwaltung weist deshalb vorsorglich auf die für jeden geltenden Rechte und Pflichten hin, um ein verträgliches Miteinander zu gewährleisten.

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Die Einsatzkräfte des städtischen Bauhofs müssen bei Schnee und Eis viele Kilometer Straßen und Gehwege, zig Treppen, Plätze und Flächen im Stadtgebiet befahrbar bzw. begehbar halten. Um dies zu bewerkstelligen, sind die Bauhofmitarbeiter werktags zwischen 4 Uhr und sonntags zwischen 5 Uhr bis jeweils 21 Uhr im Einsatz. Laut Gesetz hat die Stadt dabei vorrangig verkehrswichtige und gleichzeitig gefährliche Stellen wie z.B. Haupt- und Durchgangsstraßen mit starkem Verkehr sowie gefährliche Stellen wie scharfe Kurven, Gefällstrecken oder Kreuzungen mit entsprechend hohem Durchgangsverkehr freizuhalten. D.h., dass je nach Bedeutung und topographischen Lage entsprechend geräumt und gestreut wird.

Aber nicht nur die Stadt, auch die Bürger haben eine Räum- und Streupflicht, der sie nachkommen müssen. Für Haus- und Grundstückseigentümer, aber auch Mieter gelten sinngemäß die gleichen Voraussetzungen und Verpflichtungen. Gehwege oder entsprechende Flächen am Rande der Fahrbahn sind auf zwei Meter Breite freizuhalten. Die Gehwege müssen werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 8 Uhr geräumt und gestreut sein. Bei Bedarf ist auch wiederholt zu räumen und zu streuen, längstens bis 21 Uhr. Jedes Hausgrundstück muss einen mindestens ein Meter breiten Zugang zur Fahrbahn räumen. Bei Schnee- und Eisglätte ist mit einem abstumpfenden Material wie Sand, Splitt oder Asche zu streuen. Wer nicht streut und räumt bzw. einem Dritten diese Aufgabe überträgt, muss gegebenenfalls bei einem Unfall Schadensersatz leisten.

Auftauende Streumittel wie Salz sind aus Umweltgründen übrigens nur auf Treppen und Steilstrecken erlaubt. Diese Streumittel müssen von den Bürgern bei Bedarf im Handel erworben werden; sie dürfen nicht aus den im Stadtgebiet aufgestellten städtischen Salzbehältern entnommen werden. Diese sind ausschließlich für den Einsatz durch die im Rahmen des Winterdienstes eingesetzten Fußgruppen des Bauhofs bereitgestellt.

Die Stadtverwaltung appelliert an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich außerdem witterungsentsprechend zu verhalten, d.h. das Auto möglichst nicht am Fahrbahnrand abzustellen, um die notwendige Durchfahrbreite von 3,50 m zu gewährleisten und den Räumdienst nicht zu behindern. Auch sollte der vom Gehweg geräumte Schnee nicht auf der Fahrbahn geschippt werden. Und auch wenn es sicherlich für viele ein Ärgernis ist: manchmal haben die Fahrer des Räumdienstes an manchen Stellen keine andere Alternative als den Schnee auf gerade geräumte Gehwege von Anliegern zu schieben.

Mit etwas gegenseitigem Verständnis, Geduld und Rücksichtnahme lässt sich die kalte Jahreszeit auch ohne größere Ärgernisse oder Schäden gut überstehen.

Die Streupflichsatzung mit allen Details findet man unter Punkt 1.4 auf dieser Seite.

 

 

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