Der 10. Februar ist Tag der Kinderhospizarbeit

Der Aktionstag steht für Solidarität, Hoffnung und Verbundenheit mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen. Die Stadt Mosbach setzt durch die Beleuchtung des Rathauses in Grün ein Zeichen für diese Familien und die wichtige Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes.

Pfeil 09.02.2021 15:00

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Solidarität, Hoffnung und Verbundenheit mit lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihren Familien soll ein „Grünes Band“ als Symbol für den Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar signalisieren. Auch die Stadt Mosbach setzt hier durch die Beleuchtung des Rathauses ein wichtiges Zeichen für die Familien und den Ambulanten Kinderhospizdienst in der Stadt und im Kreis. 

Jeder kann ein starkes Signal seiner Verbundenheit durch ein grünes Band der Hoffnung an Fenstern, Autoantennen, Bäumen oder Zäunen als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität senden“, so die beiden Koordinatorinnen Bettina Frisch und Elisabeth Hildenbrand vom Ambulanten Kinderhospizdienst des Neckar-Odenwald-Kreises. Sie hoffen, dass immer mehr Menschen die Inhalte der Kinder- und Jugendhospizarbeit und ihre Angebote kennen und sich an die Seite der Kinder- und Jugendhospizarbeit und der betroffenen Familien stellen. Es wird ideelle und finanzielle Unterstützung benötigt, aber vor allem soll auch das Thema „Tod und Sterben von Kindern und Jugendlichen“ enttabuisiert werden, zumal 50 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Familien in Deutschland durch Kinderhospizdienste begleitet werden. Oft sind das viele Jahre, die dem Kind, dem Jugendlichen und seiner Familie bleiben, Jahre des Abschiednehmens und Jahre des Lebens. Ambulante Kinderhospizdienste unterstützen die ganze Familie während dieser gemeinsamen Zeit ab der Diagnose, im Leben, im Sterben und über den Tod der Kinder hinaus.

Weil die Pflege und Betreuung der Kinder viel Kraft kostet und die Familien rund um die Uhr in Anspruch nimmt, führt dies nicht selten auch zu einer schleichenden Isolation der Betroffenen und zu einer Situation, unter der vor allem auch die Geschwister des erkrankten Kindes leiden. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass das soziale Umfeld oft verunsichert auf die Situation reagiert und sich nicht selten zurückzieht.

Hier können ehrenamtliche Familienbegleiter ein wenig Normalität in die Familien bringen, die in einem permanenten Ausnahmezustand leben. Den Kindern und auch den Geschwistern verschaffen sie Abwechslung und gute Momente und den Eltern Entlastung durch kleine „Zeitinseln“, die diese zur Erledigung dringender Dinge nutzen oder auch einfach mal fürs Durchatmen in ihrem herausfordernden Alltag.

Das Engagement der ehrenamtlichen Familienbegleiter ist sehr wertvoll und verdient breite gesellschaftliche Anerkennung. Deshalb werden sie vom Ambulanten Kinderhospizdienst zuvor in einem 100 stündigen Qualifizierungskurs auf diese wichtige Aufgabe vorbereitet und gestärkt. Die rund 20 Familienbegleiter im Landkreis werden von zwei Koordinatorinnen unterstützt, tauschen sich in gemeinsamen Gruppenabenden aus und erhalten regelmäßig Supervision.

Häufig bringen sie sich auch bei den von den Koordinatorinnen organisierten Geschwisterangeboten, bei Familiennachmittagen und bei den Angeboten für trauernde Kinder und Jugendliche ein, die inzwischen das kostenfreie Angebotsspektrum des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst des NOK erweitern. Die Koordinatorinnen organisieren Lesungen und Vorträge, informieren in Schulen, Kindergärten und bei Vorträgen über die Aufgaben und die Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes, der als gemeinnütziger Verein organisiert ist.

„Mit dem Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar sollen Zeichen der Solidarität, der Hoffnung und Verbundenheit mit den Familien gesendet und gleichzeitig auf die Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes hingewiesen werden“. Vielleicht finden sich ideelle und finanzielle Unterstützer und eventuell können wir so auch Menschen für ein ehrenamtliches Engagement gewinnen“, so die beiden Koordinatorinnen.

Das Rathaus wird ab ca. 16.30 Uhr angeleuchtet.

 

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