Chance für Gastronomie im Winter

Die Stadtverwaltung Mosbach hat aufgrund der allgemein bekannten Situation im Hotel- und Gaststättengewerbe beschlossen, Zelte, Windschutze und Heizgeräte zu genehmigen und damit die örtliche Gastronomie zu unterstützen.

Pfeil 24.09.2020 08:38

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und damit stellt sich für die Gastronomen die Frage, welche Möglichkeiten bestehen, ihre Außengastronomie fortzuführen. Die Stadtverwaltung Mosbach hat sich angesichts der allgemein schwierigen Situation im Hotel- und Gaststättengewerbe damit auseinandergesetzt – auch unter dem Aspekt des Klima- bzw. Umweltschutzes. Trotz Bedenken hat die Stadt sich dazu entschlossen, die Aufstellung von Zelten bzw. Windschutzen sowie den Betrieb von Heizgeräten unter gewissen Rahmenbedingungen zuzulassen.

"Wir wissen, das letzte halbe Jahr war alles andere als leicht. Corona schränkt uns nicht nur alle ein, sondern bedroht ganze Berufszweige und Existenzen", so Oberbürgermeister Michael Jann. Deshalb habe man entschieden, dass im Zeitraum von 1. November bis 1. Mai 2021 gebührenfreie Sondernutzungserlaubnisse für Zelte erteilt werden. Auch die Nutzung von Heizpilze wird zugelassen, wobei die Stadt im Hinblick auf den Klima- und Umweltschutz  dafür plädiert, dass diese mit Weitsicht eingesetzt werden und möglichst nur innerhalb von Zelten oder hinter einem Windschutz.

Selbstverständlich ist bei allen Zelten, die auf öffentlicher Verkehrsfläche  aufgestellt werden, eine Sondernutzungserlaubnis einzuholen. Diese wird von der Stadt - im Sinne der Entlastung der Gastronomen -  gebührenfrei erteilt. Für die Bewirtung im Außenbereich gelten weiterhin die vom Gemeinderat für das Jahr 2020 festgesetzten Sperrzeiten von täglich 23.00 Uhr bzw. in der Nacht von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag bis 24.00 Uhr. Hierbei ist immer darauf zu achten, dass die Anlieger durch den Gastrobetrieb nicht in ihrer Nachtruhe gestört werden.

Wichtig ist, dass Fluchtwege aus dem Gebäude freigehalten werden und Rettungsfahrzeuge jederzeit passieren können. Gemeinsam mit Ordnungsamt, Feuerwehr und Bauordnung kann der Gastronom vor Ort nach Lösungen suchen. Bei Privatgrundstücken ist die Landesbauordnung zu beachten, wobei dies nur für sehr große Zelte gilt. Details zu den Vorgaben und zum Procedere wurden den örtlichen Gastronomen schriftlich mitgeteilt. 

Die Gastronomen werden gebeten, ihre Anträge auf Sondernutzung bis zum 16. Oktober einzureichen. 

 

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