"Schwarze Kunst"... Die Geschichte des Druckgewerbes


Eine Druckplatte"Die Schwarze Kunst soll weiterleben" - nach diesem Motto wurde im Jahr 1994 der Mosbacher Förderverein "Druckwerkstatt e.V." ins Leben gerufen. Knapp 10 Jahre danach lebt die seitdem vom Verein zusammengestellte einzigartige Sammlung zur über 550jährigen Geschichte des Druckgewerbes nun in völlig neuer Form weiter - als Abteilung des Stadtmuseums Mosbach.

 

 

 



• Faszinierende Welt des Druckgewerbes

Ein SchmelztiegelEin KniehebelDie in der Hospitalscheune präsentierten Zeugen des historischen Druckgewerbes bieten einen faszinierenden Einblick in die Welt des traditionellen Buch- und Zeitungsdrucks.
 
Der kultur- und wirtschaftshistorischen Bedeutung des Themas entsprechend werden seltene Exponate zur Setzerei- und Druckereinrichtung, Hand- und Schnellpressen sowie verschiedene Bleisetz- und Gießmaschinen gezeigt.
 
Blei- und Holzschriften aus dem Bereich der Handsetzerei, Druckstöcke mit stadtgeschichtlichem Bezug sowie Objekte zur Mosbacher Zeitungsgeschichte runden den Bestand ab. 
 
Das technische "Highlight" der Ausstellung - eine große Druckmaschine für die Zeitungs- und Buchherstellung aus dem Jahr 1890 - ist wie die meisten der präsentierten Maschinen voll funktionsfähig. Somit wird die Arbeitswelt des Druckgewerbes wieder lebendig, denn in den heutigen Druckereien sind die Maschinen aus der Zeit um 1900 längst verschwunden.


• Von Gutenberg bis "Linotype"

Die Setzmaschine Die revolutionäre Idee der Herstellung von einzelnen Bleilettern als bahnbrechende Erfindung Gutenbergs ist ebenso Thema der Ausstellung wie die ab 1800 entwickelten mechanischen Druckpressen. "Einfacher - Schneller - Mehr": das Motto des industriellen Druckgewerbes spiegelt sich ebenfalls wider.

So ist die Setzmaschine "Linotype" ein seltenes Beispiel für den frühen Maschinensatz, erstmals von Ottmar Mergenthaler aus Bad Mergentheim im Jahre 1884 konstruiert. Ganz nebenbei erfährt der Besucher auch, wie die "Linotype" zu ihrem Namen kam...

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