Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

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Die Geopunkte in Mosbach

Sieben der landschaftlichen und kulturgeschichtlichen Schätze Mosbachs wurden im Rahmen des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald als "Geopunkte" ausgewiesen (Übersicht 413 Kb , PDF).
Geopunkte erweitern die bestehende Infrastruktur des Geoparks z.B. die Eingangstore, Informationszentren und Geopark-Pfade um eine zusätzliche Ebene. Anhand der beschilderten Geopunkte werden landschaftliche, erdgeschichtliche und kulturhistorische Sehenswürdigkeiten in den jeweiligen Städten mit Informationstafeln im einheitlichen Geopark-Layout präsentiert. Die Geopunkte zeichnet aus, dass sie die von Ort zu Ort sehr unterschiedlichen Besonderheiten der jeweiligen Landschaft im Zusammenhang mit ihrer Geschichte sowie ihrer Bevölkerung näher beleuchten und erklären. Den Besuchern soll durch regional typische Sehenswürdigkeiten das Wesen und die Besonderheit der Landschaft vermittelt werden.


Übersichtskarte der Geopunkte in MosbachDie Geopunkte in Mosbach auf einen Blick:

1. Der Schreckberg
2. Das Solebrünnlein
3. Das Stadtmuseum Mosbach
4. Die KZ-Gedenkstätte
5. Das Heimatmuseum Neckarelz
6. Das "IKoNE"-Modelprojekt
7. Die Fachwerkstadt Mosbach

Mosbachs Geopunkte in Google Maps

Naturpark-Wanderkarte







Als Besucherattraktionen werden die Mosbacher Geopunkte auch im Wanderkartenwerk der Naturparke "Südlicher Odenwald - Bauland" eingetragen.
Diese Karte sowie weitere Informationen sind erhältlich bei der Tourist Information Mosbach Kontakt


 

Eine Geopark-Führuung am SchreckbergDer Schreckberg (412 Kb , PDF) (Schild am Waldparkplatz Schifferdecker) fasziniert durch seine 5 Millionen Jahre Erdgeschichte. In dem Naturschutzgebiet finden sich neben Bundsandstein und Muschelkalk, Quellsintern vom Laubwald auf kargen Sandsteinböden bis hin zu trockenen Kalkhängen mit Weinbergen die unterschiedlichsten Biotope. Selbst die Spuren vorzeitlicher Flüsse und auch eines Meeres werden hier sichtbar.

 

 

 

 


Das Solebrünnlein im Landesgartenschau-ParkDas "Solebrünnlein" (368 Kb , PDF), eine kleine Brunnenanlage im Landesgartenschau-Park, ist Zeuge der Geschichte der Mosbacher Salzgewinnung ab 1755. Der Entdeckung der Solequelle folgten verschiedene Nutzungsversuche von der Saline bis hin zum Gesundbrunnen bzw. der Idee, einen Kurbetrieb auszubauen. Auch wenn Mosbach nie Kurstadt wurde, ist das Solewasser, das die Besucher am Brünnle entnehmen können, gesund und bekömmlich.

 


Das Mosbacher StadtmuseumDer dritte Geopunkt, das Mosbacher Stadtmuseum (298 Kb , PDF), befindet sich in mehreren historischen Gebäuden rund um den Hospitalhof. Das alte Hospital beherbergt eine bedeutsame Sammlung Mosbacher Fayencen und Majolika. Als historische Streiflichter werden verschiedene Themen gezeigt - von der Ur- und Frühgeschichte über geologisch-päläontologische Exponate bis zur Geschichte der Mosbacher Juden. Die Volkskunde der Heimatvertriebenen bildet das Thema im Haus Paschke und das Haus Kickelhain, mit 26 qm Grundfläche eines der kleinsten freistehenden Fachwerkhäuser Deutschlands, ist der Odenwälder Wohnkultur im 18. und 19. Jahrhundert gewidmet.

 

 

 




 

Ein Häftlingsanzug der ehemaligen KZ-Außenstelle NeckarelzDie KZ-Gedenkstätte (345 Kb , PDF) mit Goldfischpfad in Neckarelz (Schild an der Dr. Hans-Wey-Brücke/Elz) schlägt ein lange verschwiegenes Kapitel der lokalen Geschichte wieder auf und gibt Denk-Anstöße für die Gegenwart. Die benachbarten Obrigheimer Gipsgruben wurden während des 3. Reiches als "bombensicherer" Standort für die Rüstungsproduktion beschlagnahmt. KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter aus ganz Europa wurden in die Region verschleppt und mussten in der Fabrik mit dem Tarnnamen "Goldfisch" arbeiten. Untergebracht waren sie in mehreren Lagern entlang des Neckars, in Neckarelz in der umfunktionierten Schule.

 

 

 




 

Werbeschild der ehemaligen Portland-Zementwerke Das Heimatmuseum Neckarelz (317 Kb , PDF) in der Rathausgasse 3 hat die Zeit der Industrialisierung im Elzmündungsraum von Diedesheim und Neckarelz zum Ausstellungsthema. Die Geschichte der Poststation, Eisenbahn und Industriebetriebe, darunter mehrere Eisengießereien sowie ein Zementwerk werden präsentiert und auch kindgerecht dargestellt.
Die Kulturgeschichte unseres Elz-Mündungsraumes ist mindestens 2.000 Jahre alt.
Schon die Römer hinterließen ihre Spuren hier am Neckar, wie die im Stadtteil Diedesheim gefundene Jupitergigantensäule eindrucksvoll zeigt. Die Ritter des Johanniterordens bauten aller Wahrscheinlichkeit nacheinen Teil des Tempelhauses in Neckarelz.

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erreicht die Region die Eisenbahn, die die Industrialisierung beförderte. Bedeutende Industriezweige wie Eisengießereien und die Zementindustrie kamen nach Neckarelz und Diedesheim.Industrie, sich wandelndeVerkehrsformen und die Landwirtschaft erforderten neue Infrastrukturen, die das Gesicht der Landschaft nachhaltig veränderten und zur Flurneuordnung führten.

Die zwei Geopark-Pfade Neckarelz-Diedesheim veranschaulichen diese Entcklungen und machen auf über 30 Informationstafeln Geschichte erleb- und greifbar. Spazieren, wandern oder radeln Sie auf den zwei Pfaden und schauen Sie, wie viel Kulturgeschichte in zwei Dörfern am Neckar steckt.
Startpunkt ist jeweils am Heimatmuseum Neckarelz, Rathausgasse.


 

Ein Übersichtsplan des IKoNe-Modellprojektes in MosbachDas "IKoNE" - Modellprojekt (419 Kb , PDF) veranschaulicht die Gewässerrenaturierung an Elz und Neckar (Schild in Johannitergasse in Neckarelz). Der Neckar wurde in früheren Jahrzehnten begradigt und lediglich als "Wasserstraße" angesehen, die Gestaltung der Elz einem möglichst schnellen Hochwasserabfluss untergeordnet, das Bachbett kanalartig ausgeformt und einbetoniert. In den Jahren 2001/2002 wurde in Mosbach eines von landesweit insgesamt drei Modellprojekten zur naturnahen Ufergestaltung realisiert. Der Neckar übernimmt wieder vermehrt seine ökologischen Funktionen und wird für den Menschen erlebbar. Uferböschungen wurden abgeflacht, kleinere Buchten, Inseln und Kiesbänke angelegt, Fischkinderstuben und eine neue, weitverzweigte Elzmündung geschaffen. Geänderte Wegeführungen, neue Überquerungsmöglichkeiten der Elz in Mündungsnähe und der Panoramasteg am Neckar steigern die Erlebbarkeit des Gewässers und ermöglichen interessante Aus- und Einblicke.


Fachwerkhäuser in der Mosbacher FußgängerzoneDer Geopunkt Fachwerkstadt Mosbach (363 Kb , PDF) findet sich vor der LBS Sparkasse. Hier ist auch die zentrale Informationsplattform zum UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße - Odenwald zu finden, die über die Fachwerkstadt Mosbach, die Geologie der Region und die Geopunkte in Mosbach insgesamt informiert. "Eine feine wohlgebaute Stadt" nannte Merian die Stadt Mitte des 17. Jahrhunderts. Die historische Fachwerkstadt hat auch heute noch einiges zu bieten: Das Palm'sche Haus am Marktplatz von 1610 gehört zu den schönsten Fachwerkhäusern Süddeutschlands. Das Renaissancegebäude markiert Mosbachs Aufschwung und ist mit zahlreichen Schmuckbändern, Neidköpfen und Sonnenscheiben versehen.

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