Hochwasser

Informationen zur Hochwassergefährdung und -schutzmaßnahmen in Mosbach

Warnschild_HochwasserIn Zeiten der Schneeschmelze oder nach heftigen Regenfällen sind in der Großen Kreisstadt Mosbach insbesondere Wohn- und Gewerbequartiere der Stadtteile Neckarelz und Diedesheim von den steigenden Fluten des Neckar und der Elz bedroht.

Um den möglichen Gefahren richtig und auch rechtzeitig zu begegnen, finden Sie auf dieser Seite wichtige Regelungen und Informationsquellen zusammengestellt.

 

 


Hochwasserwarnung und -schutzmaßnahmen 
 
Für die Einschätzung der Hochwassergefährdung in Mosbach maßgeblich ist der Neckarpegel bei Gundelsheim . Normalerweise liegt dieser bei etwa zwei Metern.

Nach der Hochwassermeldeordnung geht über die Feuerwehrleitstelle eine Meldung an das städtische Ordnungsamt, wenn der Pegelstand 3,40 m erreicht bzw. überschritten hat. Danach ist es Aufgabe der Stadt, die weitere Entwicklung zu beobachten und erforderlichenfalls die notwendigen Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Wenn mit einem Überschreiten des Pegelstandes von 5,00 m zu rechnen ist, geht eine Hochwasserwarnung an die Feuerwehr, den Bauhof und die Stadtwerke, die ihrerseits die notwendigen Maßnahmen eigenverantwortlich treffen.
Wenn mit schadbringenden Ausuferungen zu rechnen ist, leitet das Ordnungsamt darüber hinaus eine Vorwarnung der Gewerbebetriebe sowie der Anwohner des Neckarvorlandes ein.


Auskunfts- und Informationsstellen

  • Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg im Internet
    (Pegelstände und -prognosen des Neckars und seiner Nebenflüsse)
  • Hochwasserinformationen Baden-Württemberg
    Hochwasserkarten und Informationen zur Hochwasservorsorge
  • Südwest 3-Fernsehen, Videotexttafel 806
  • Stadtverwaltung Mosbach, Tel.Nr. 06261/82-414


Pegelstände und Überflutungsbereiche für Mosbach und Stadtteile
Wasserstände jeweils bezogen auf Pegel Gundelsheim  (Mittelwert der Jahre 1994-2003: 2,36 m)

  • 5,40 m: Der Neckar ist bei der Stelzenbrücke B 27 über die Ufer getreten und die Unterführungsmulde zum Hafen Diedesheim (Ddh.) ist bereits mit Wasser gefüllt
  • 6,60 m: Hafen Diedesheim leicht unter Wasser; die Elz staut in Neckarelz (Nlz.) an der alten Brücke in der Heidelberger Str. bis Unterkante zurück, die angrenzende Straße "An der Farbmühle" ist jedoch noch nicht überschwemmt
  • 7,10 m: Hafen Diedesheim überflutet; im unteren Bereich der Alten Brückenstraße (Ddh.) steht das Wasser in den Gärten; die Elz tritt "An der Farbmühle" (Nlz.) über die Ufer; der Verkehrsübungsplatz beim Pattberg-Bildungszentrum steht unter Wasser; im Gewebegebiet Hohlweg (Nlz.) läuft das Wasser auf die Straße
  • 7,50 m: Die Alte Brückenstraße (Ddh.) ist zum Teil überflutet; Straße "An der Farbmühle" (Nlz.) überflutet, die Bahnhofstraße (Nlz.) ist nicht mehr befahrbar; die Konradusstraße (Nlz.) hat Druckwasser in den Kellern
  • 8,00 m: Bereiche zwischen Neckar und der Heidelberger Str. sowie Herrenwiese (Nlz.) überflutet
  • 9,00 m: Pegelhöchststand am 22. Dezember 1993
    Hochwasser in Diedesheim und Neckarelz

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ratschläge bei Hochwassergefahr:

  • Gebäude, vor allem Kelleröffnungen, mit Sandsäcken schützen. Für den Notfall stellt die Stadt Mosbach Sandsäcke und Sand beim Feuerwehrgerätehaus in Neckarelz bereit.
  • Öltanks und elektrische Anlagen im Gebäude unbedingt sichern. Auslaufendes Öl kann immense Schäden anrichten, die zu Lasten des Verursachers gehen und nicht versicherbar sind.
  • Fahrzeuge jeglicher Art müssen bei Hochwasseralarm aus den gefährdeten Bereichen entfernt werden. Das gilt insbesondere für die Parkplätze unter der Stelzenstraße B 27/B 37. Zur Vermeidung von Umweltschäden werden sie notfalls abgeschleppt.
  • Sollten Sie in Ihrem Gebäude oder in Ihrer Wohnung eingeschlossen sein, versuchen Sie nicht selbst aus der Gefahrenzone zu kommen. Rufen Sie die Feuerwehr an, die mit Schlauchbooten und erfahrenem Personal hilft.
  • Überflutungen können zu Stromausfall führen. Deshalb in gefährdeten Bereichen an eine Bevorratung mit akku- oder batteriebetriebenen Leuchtgeräten denken.
  • Gebäudeeigentümer in hochwassergefährdeten Bereichen sollten über eine eigene Schmutzwasserpumpe verfügen, um vollgelaufene Keller auszupumpen. Hilfeleistungen der Feuerwehr sind kostenpflichtig.
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