Wie entstehen Kirchenfenster?

Der Meister der Glasmacherkunst Didier Quentin aus Château-Thierry stellt in der evangelischen Stiftskirche Mosbach ganz besondere Stücke aus. Diese können bis 31. Juli besichtigt werden.

Pfeil 23.06.2017 10:50

Die Große Kreisstadt Mosbach hat in Zusammenarbeit mit der Vorsitzenden der Association Château-Thierry-Mosbach Danièle Briet, einen Meister der Glasmacherkunst Didier Quentin gewinnen können. Quentin stellt in der evangelischen Stiftskirche Mosbach ganz besondere Stücke aus. Eröffnet wurde die Ausstellung im Anschluss an den von Dekan Folkhard Krall geleiteten Gottesdienst am 2. Juli. Besucht werden kann die Ausstellung bis zum 31. Juli jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit von 13 bis 17 Uhr.

Frankreich besitzt mehr als 50.000 Bleiglasfenster, die zwischen dem 12. Jahrhundert bis heute angefertigt wurden. Dieses Erbe muss gepflegt, restauriert und manchmal ergänzt werden. Mit der Zeit verändert sich die Beschaffenheit des Bleis. Deshalb muss alle hundert Jahre eine komplette Restaurierung des Bleigitters stattfinden. Hierbei werden die beschädigten Teile ersetzt und die Originalteile soweit wie möglich erhalten, um den alten Aspekt zu bewahren.

Kirchenfenster

Quentin schafft neue Bleiglasfenster und restauriert alte aus dem 16. Jahrhundert. Er hat sein eigenes Atelier seit 1982 und beschäftigt bis zu fünf Personen. Didier Quentin wurde 2011 zum besten Bleiglasfensterkünstler Frankreichs ausgewählt. Er arbeitet vor allem für Kirchen und Denkmäler und restauriert zurzeit die Fenster der evangelischen Kirche in Château-Thierry. Ebenfalls hat er Fenster in der Markthalle und im Museum Hotel Dieu restauriert. Er arbeitet aber auch für private Leute, die sich Glasfenster wünschen. Die heutigen Bleiglasfenster werden unter Berücksichtigung zeitgenössischer Ästhetik und traditioneller Arbeitsmethoden geschaffen. „Das Glas lädt uns auf eine Reise in eine imaginäre Tiefe ein, in der sich unsere Erinnerungen und Emotionen begegnen“, so der französische Künstler.

Weitere Infos gibt es auf www.didierquentinvitraux.fr.

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