Mosbacher Symposium feiert 20. Jubiläum

Traditionell treffen sich Toxikologen und Forensiker alle zwei Jahre zum Mosbacher Symposium in der Großen Kreisstadt. 2017 zum 20. Male. BM Keilbach überreichte den GTFCH-Vertretern eine gebackene "20".

Pfeil 20.04.2017 11:03

Die 1978 gegründete Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie (GTFCh) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, deren Mitglieder auf dem Gebiet der forensischen Toxikologie, der klinischen Toxikologie und der forensischen Chemie tätig sind. Die GTFCh zählt zu den bedeutendsten Fachgesellschaften Europas und bietet ihren Mitgliedern u.a. in Mosbach ein Forum zum Austausch, für Weiterbildungen und zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

GTFCH_Brezel

Traditionell trifft man sich alle zwei Jahre zum Mosbacher Symposium in der Großen Kreisstadt, 2017 zum 20. Male. Die in Mosbach zur Tagung versammelten rund 350 Wissenschaftler haben ihre Schwerpunkte an Hochschulen, in der Rechtsmedizin und Kriminaltechnik sowie in Unternehmen der freien Wirtschaft. Das Symposium, verbunden mit zahlreichen Fachvorträgen sowie einer Industrieausstellung, findet in den Räumen der Alten Mälzerei statt.

Zum Einklang des XX. Mosbacher Symposiums wird das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz beleuchtet, am Abend treffen sich die Tagungsteilnehmer auf Einladung der Stadt im Rathaus zu einem Empfang. Bürgermeister Michael Keilbach wird GTFCH-Präsident Prof. Dr. Stefan Tönnes und seine Vorstandskollegen sowie die Tagungsteilnehmer Willkommen heißen.

Am zweiten Tagungstag stehen auf der Tagesordnung: Vorträge zu „Alternative Matrices“, Neues aus der Kriminaltechnik / Fallberichte, die traditionelle Posterausstellung, Vorträge zur Toxikokinetik und die turnusmäßige Mitgliederversammlung. Der Abend klingt mit der Verleihung des Jean-Servais-Stas-Preises und des Nachwuchspreises für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus.

Vorträge zu den Themen Hochauflösende Massenspektrometrie, Fallberichte und Neues aus der Forensischen und Toxikologischen Chemie beenden das Symposium am Samstag.

 

Bereits am Mittwochabend, am 26. April um 20 Uhr, wird wie gewohnt ein Vortrag für die interessierte Öffentlichkeit stattfinden. Der Toxinologe Prof. Dr. Dietrich Mebs behandelt das Thema „Leben mit Gift – warum stirbt der Mensch, aber nicht das Tier?“. Mebs hat mehrere Lehrbücher, darunter das Standardwerk „Gifttiere“, verfasst und gilt nicht nur deshalb unter den weltweit rund 500 Gifttierforschern als Koryphäe. Am eigenen Leib hat der Wissenschaftler bereits die – beinahe - tödliche Wirkung von tierischen Toxin erlebt und kann daher aus „erster Hand“ berichten: mit 22 Jahren wurde er von einer giftigen Krustenechse gebissen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu diesem spannenden Vortrag in der Alten Mälzerei herzlich eingeladen.

 GTFCH_Mebs_2017

 

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