Landeskinderturnfest kommt 2013

Vertreter des Badischen Turnerbundes, der Kommunen Mosbach und Obrigheim sowie der drei größten Sportvereine im Elzmündungsraum unterzeichneten im Mosbacher Rathaus einen Vertrag über die Ausrichtung des Landeskinderturnfestes 2013.

Pfeil 28.06.2012 16:55

Minchen und Muck, die beiden Maskottchen des Landeskinderturnfestes (LKTF), hüpfen gerade auf dem Plakat, das für diese in Baden eigentlich im Zweijahresrhythmus stattfindende Veranstaltung in Bühl wirbt. Sie beginnt am 13. Juli. Nächstes Jahr aber turnen die beiden schon wieder, und zwar in Mosbach und Obrigheim. Die 1996 von Badischem Turnerbund (BTB) und seiner Jugendabteilung Badische Turnerjugend (BTJ) aus der Taufe gehobenen und zwischenzeitlich mit dem Schwäbischen Turner-Bund im Wechsel ausgerichteten Wettkämpfe für die Sechs- bis 14-Jährigen verstehen sich nicht nur dem olympischen Gedanken verpflichtet, sondern als Fest des Sports zum Anschauen und Mitmachen.

LKT-Fest_Vertragsunterzeichnung

Eigentlich wollten Mosbach und Obrigheim (und mit diesen die Gemeinden Elztal und Neckarzimmern) sich für 2014 bewerben. Der Gemeinderat wurde im Mai 2011 erstmals in Kenntnis gesetzt. Aber nun, da der BTB in die „ungeraden“ Jahre geht, ist man flexibel und potent genug, auf den geänderten Rhythmus und damit aufs Jahr 2013 einzugehen. Schließlich wird mit 5 000 Teilnehmern und weiteren 1 000 Begleitern und Betreuern gerechnet. „Das stemmen wir“, gab sich Oberbürgermeister Michael Jann zuversichtlich. Zudem ist das Turnfest 2013 ein kleines Jubiläum, das zehnte. Als Ausrichter – neben dem Veranstalter BTB – blieben nach Vorberatungen die Stadt Mosbach und die Gemeinde Obrigheim.

Das Budget wird mit rund 40 000 Euro angesetzt und beinhaltet bereits Hallenmieten, Dienstleistungen der Bauhöfe, Reinigung und Müllentsorgung. Koordiniert wird das Ereignis vom städtischen Sportbeauftragten Philipp Parzer. Die drei größten Vereine im Sportkreis Mosbach – TV Mosbach, VfK Diedesheim und SV „Germania“ Obrigheim – werden maßgeblich an der Organisation beteiligt sein. Im Rathaus kamen am Mittwoch alle Beteiligten zusammen, um einen Vertrag zu unterschreiben. Danach formierte sich das Komitee zur ersten Sitzung. Im Herbst geht es an die Feinplanung. Roland Lauer, Bürgermeister von Obrigheim, begreift das LKTF als Chance und will auf die Großveranstaltung ebenso zuversichtlich zugehen wie Kollege Jann. „Zusammen werden wir das über die Bühne bringen.“ Was den Kindern die sportliche wird den Ausrichtern die organisatorische Herausforderung sein.

Während sich die Kommunen um die Bereitstellung der Wettkampf- und Veranstaltungsstätten, um die Schulen als Gemeinschaftsquartiere und das Organisationsbüro vor Ort kümmern, werden die Vereine bei Verpflegung, Unterkunft, Gerätekommando, Auf- und Abbau gebraucht. Hartmut Landhäußer, erster Vorsitzender des TV Mosbach und erfahren im Organisieren von Großveranstaltungen, rührt jetzt schon kräftig die Werbetrommel bei seinen Mitgliedern. In Sondersitzungen haben die drei genannten Sportvereine darüber befunden, ob und wie die Vergleichskämpfe personell und räumlich auf die Beine gestellt werden können. „Das Konzept und die Professionalität des BTB haben uns überzeugt“, so  Carolin Döll, Vorsitzende des SV Obrigheim und Abteilungsleiterin Turnen. Als „positive Nebeneffekte“ erhofft sich Sven Reger, Vorsitzender des VfK Diedesheim, das Sammeln von Erfahrungen für derartige Events, aber auch eine verbesserte Zusammenarbeit der Vereine. Und wenn noch was in der Kasse des VfK hängen bleibt – umso besser.

Aus Karlsruhe war eine ganze Delegation in den Mosbacher Rathaussaal gekommen. BTB-Vizepräsident Gerfried Dörr sieht in Mosbach und Obrigheim gute Voraussetzungen, denn schließlich habe man bei der „Landesgymnastrada“ Ende der 1990er-Jahre in Mosbach eine gute Visitenkarte abgegeben. Froh zeigten sich auch Dr. Kerstin Sauer und Sabine Reil vom BTJ; die  Nachwuchsorganisation des Badischen Turner-Bundes sei von Beginn an auf eine positive Resonanz bei den Odenwäldern gestoßen. „Die strahlenden Gesichter der Kinder werden Sie entschädigen“, lud sie die künftigen Ausrichter ein, sich davon schonmal ein Bild in Bühl zu machen.

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 23.06.2012, Ursula Brinkmann

 

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