Historischer Rundgang I

 


1000 Schritte durch die Altstadt

Karte Innenstadt Historischer Rundgang I Der historische Rundgang I führt vorbei an 13 markanten Besichtungspunkten und informiert nicht nur über historische Gebäude, sondern auch über spezielle Mosbacher Themen, wie die Sanierung der Altstadt, sehenswerte Brunnen und die Brautradition der Stadt.

Zur Navigation fahren Sie bitte mit der Maus über die Karte oder nutzen die nachfolgende Auflistung:

  1.   Brauereiwesen 
  1a. Obertor 
  2.   Haus Kickelhain 
  3.   Altes Hospital  
  4.   Palm'sches Haus  
  5.   Rathaus  
  6.   Salzhaus  
  7.   Synagogenplatz  
  8.   Pfalzgrafenstift  
  9.   Mosbacher Schloss  
10.   Kandelschuss-Brunnen  
11.   Kiwwelschisser-Brunnen  
12.   Stiftskirche



Station 1: Brauereiwesen

ehemalige Gaststätte der früheren Brauerei Hübner Das Gelände der ehemaligen Brauerei Hübner an der Stelle der einstigen Stadtmauer markiert einen Wirtschaftszweig, der im 19. Jahrhundert in Mosbach Hochkonjunktur hatte: 13 Brauereien im Stadtgebiet produzierten den Gerstensaft.

Mit der Schließung der Brauerei Hübner endete 1980 diese Tradition, von der noch das Gebäude der Alten Mälzerei, heute ein Kultur- und Tagungszentrum ( Rundgang II, Station 12 ) sowie die Unternehmervilla zeugen.

 



  Station 1a: Das Obertor

Das Mosbacher Obertor nach einem Kupferstich von Matthäus Merian aus dem Jahr 1645 Der obere Torturm mit Uhr und Wetterdach stand auf der rechten Seite der heutigen Hauptstraße (stadtauswärts). Daneben befanden sich ein Torhäuslein und eine Schießhütte. Das Brückentor war ein stattliches Gebäude mit vier Stockwerken. Der Eingang hatte drei starke eisenbeschlagene Tore, die innen mit Riegeln, Ketten und Seilen versehen waren. Durch einen Torflügel führte eine kleine Pforte für Fußgänger. In der Mitte der Torbogen waren Pfeilgitter aus Holz und Eisen eingefügt, die mit Winden bedient werden konnten. Der Torwächter hatte die Aufsicht. Zu seinem Beobachtungsplatz im Turm und Wohnstube führten 59 Stufen.

Die Häuser des Gartenwegs standen einst hinter der inneren Stadtmauer mit einem Laufgang unmittelbar an der Mauer, auf dem die Stadtknechte mir ihren Hellebarden patrouillierten. Das Tor, der Torturm, die Brücke über den Stadtgraben und die Stadtmauern dieses Bezirks wurden auf Gemeinderatsbeschluss 1825 abgerissen, da sie der Stadterweiterung im Wege standen.


  Station 2: Haus Kickelhain

Haus Kickelhain Beengte Lebensverhältnisse wie im 18. und 19. Jahrhundert vermittelt das kuriose Haus Kickelhain, das mit 52 qm Wohnfläche, verteilt auf drei Etagen, eines der kleinsten freistehenden Fachwerkhäuser Deutschlands ist.

Benannt nach der Familie des letzten Mieters, ist es heute Teil des städtischen Museums.

 

 

 

 

 

 

 


  Station 3: Altes Hospital

Im Innenhof des ehemaligen Alten Hospitals Ein Meisterwerk der Zimmermannskunst und zugleich eines der ältesten Gebäude der Stadt ist das Alte Hospital. Es stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und diente weniger der Unterbringung von Kranken, sondern als Anstalt für Hilfsbedürftige, Arme und Alte. Die Fachwerk-Konstruktion wurde bei der Restaurierung (1978/79) weitgehend erhalten.

Im Hospitalkomplex ist die Stadtbibliothek und das Stadtmuseum mit seiner hervorragenden Fayencensammlung untergebracht.

 


  Station 4: Palm'sches Haus

Das Palm\\\\\\\\\\\\\\\\\'sche Haus am Marktplatz Das Prachtstück unter den Mosbacher Fachwerkhäusern ist das Palm'sche Haus. Erbauen ließen es die Schragmüllers, ein angesehenes und vermögendes Beamtengeschlecht im kurpfälzischen Oberamt Mosbach.
Fertiggestellt wurde es 1610.

Die ganze Prachtentfaltung der Spätrenaissance zeigt sich in seiner schmuckreichen Fassade mit ihren durch Schnitzereien und Bemalungen verzierten Holzbalken. Drei Fachwerk-Obergeschosse und ein ebenfalls dreigeschossiger Erker liegen auf einer Steinkonsole.


  Station 5: Rathaus

belebter Mosbacher Marktplatz mit dem historischen Rathaus Den Mosbacher Marktplatz prägt das Rathaus, das 1554 bis 1558 auf den Resten der Cäcilienpfarrkirche errichtet wurde.

Über vier Geschosse erstreckt sich der Bau im Renaissance-Stil: Im unteren, einer Art Markthalle, hielten Bäcker und Metzger ihre Waren feil. Darüber lagen der Bürgersaal, wo der Stadtrat tagte (und dies heute noch tut) und Gericht gehalten wurde, Amtsräume, das alte Archiv und die Ratsküche. Im nächsten Stockwerk kehrte die Bürgerschaft zu Tanz und Trunk ein, und im Dachgeschoss lagerte Getreide für Notfälle.

Das untere Drittel des Rathausturmes entspricht dem ehemaligen Kirchturm mit gotischem Kreuzgewölbe. Der Rathausturm hat eine Höhe von 34 Metern. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick über die Dächer Mosbachs. Von den drei Glocken stammt eine aus der alten Cäcilienkirche; sie wurde im Jahr 1458 gegossen und trägt den Namen "Lumpenglöckle" .


  Station 6: Salzhaus

Das Salzhaus Das älteste sichtbare Fachwerk ist am Salzhaus zu erkennen. An seiner Rückseite kommt noch die Ständerbauweise (durchgehend verzimmerte Hölzer) zum Tragen. Vermutlich diente es als Salzlagerhaus.

Wahrscheinlich wurde es um 1450 oder sogar noch früher erbaut, zu jener Zeit also, als Mosbach unter der Regentschaft von Pfalzgraf Otto I. seinen Aufschwung erlebte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  Station 7: Synagoge

Der Synagogenplatz mit Gedenkstein Die Synagoge war 1860 erbaut und in der "Reichskristallnacht" 1938 nieder gebrannt worden. An ihrer Stelle wurde 1986 eine Gedenkstätte errichtet.

Jüdisches Leben hatte es in Mosbach seit Anfang des 13. Jahrhunderts gegeben, wobei um 1880 die meisten Juden in der Stadt lebten.

 

 

 

 

 

 

 


  Station 8: Pfalzgrafenstift

Pfalzgrafenstift_aussen Das Altenzentrum Pfalzgrafenstift stellt das größte Projekt der Altstadtsanierung dar, die in die Jahre von 1975 bis 1998 fiel. Hier wurde ein ganzes Quartier neu geordnet, um es für die Bedürfnisse des Gemeinwohls neu zu bebauen. Zwei historische Häuser blieben in dem neuen Gebäudekomplex in der Schlossgasse erhalten.

 

 

 

Eingangsbereich des Pfalzgrafenstifts Die Sanierung der Mosbacher Altstadt sollte zwei elementare Problempunkte beheben: Einerseits musste die teils mittelalterliche Bausubstanz wieder den Nutzungsansprüchen von Bewohnern und Geschäftsleuten genügen, andererseits war der zunehmende Verkehr für die Innenstadt nicht mehr zu bewältigen. Das Schlagwort von der "erhaltenden Erneuerung" brachte es auf einen Nenner. In mehr als 100 öffentliche und private Maßnahmen wurden in diesem Zusammenhang knapp 160 Millionen Euro investiert.

 


  Station 9: Mosbacher Schloss

Das Mosbacher Schloss Die Anfänge des Mosbacher Schlosses reichen vermutlich bis ins Hochmittelalter zurück. Pfalzgraf Otto I., der dort 1390 geboren wurde und 1410 hier wieder einzog, sowie sein Sohn Otto II. ließen die Residenz beträchtlich, wenn auch nicht prachtvoll erweitern (ab 1430).

Was dem Schloss heute seinen romantischen Eindruck mit Erkern, Fachwerk und Zwerchgiebeln verleiht, ist einem Umbau aus dem Jahre 1898 zu verdanken.

 


  Station 10: Kandelschuss

Der Brunnen am Kandelschuss Der aus zwei Quellen gespeiste Kandelbach schoss nahe dieser Stelle mit hoher Geschwindigkeit in einen Trog, was zu der Bezeichnung Kandelschuss führte.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts was Mosbach weitgehend kanalisiert und das Wasser aus dem Blickfeld seiner Bewohner fast vollständig verschwunden. Im Zuge der Altstadtsanierung gewährte man dem Kandel wieder seinen oberirdischen Lauf durch die Gassen.

 

 

 

 

 

 

 

 


  Station 11: Kiwwelschisserbrunnen

Der Kiwwelschisserbrunnen Der Kandelbach speist noch einen weiteren Brunnen, den Kiwwelschisserbrunnen. Aus einem Schachtbauwerk nimmt das Wasser seinen Lauf durch die Heißenstein- und Badgasse bis zum Alten Schulplatz.
Er erinnert an jene Zeit, als das Mosbacher Stadtvolk seine Notdurft in einen Eimer oder Kübel (= Kiwwel) verrichtete und diesen zu gegebener Zeit auf die Felder ausbrachte.  
"Kiwwelschisser" ist zudem ein Spitzname für den "echten" Mosbacher.

 

 

 

 

 

 


  Station 12: Stiftskirche

Die Stiftskirche am Marktplatz Die Geschichte Mosbachs ist zu einem guten Teil die Geschichte der Stiftskirche. Die in einem Kloster zusammenlebenden Benediktiner begannen in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit dem Bau einer Stiftskirche, die nach der Heiligen Juliana benannt wurde. Ihre schlichte Gestaltung ist ein typisches Beispiel der Spätgotik im ländlichen Raum.

1708 wurde quer durch das Gotteshaus eine Trennmauer errichtet, so dass Katholiken und Protestanten das Gotteshaus gleichzeitig nutzen konnten. Im evangelischen Teil der Stadtkirche sind mehrere mittelalterliche Grabplatten (die älteste stammt aus dem Jahr 1312) und Fresken mit deutschen Texten zu sehen. 

Bedeutendes Kunstwerk im katholischen Chor ist das Grabdenkmal der 1444 gestorbenen Pfalzgräfin Johanna, ein Bronzerelief.

Mehr Informationen zur Stiftskirche

 

 


nach oben