Aufzug beim Bhf. Käfertörle wieder in Betrieb

Die Aufzugsanlage bei der Bahnunterführung Käfertörle wurde saniert. Der barrierefreie Übergang der Bahnlinie und der B27 ist jetzt wieder gewährleistet. Der Aufzug ist größer dimensioniert, so dass neben Rollstühlen oder Kinderwagen auch Fahrräder transportiert werden können.

Pfeil 18.04.2017 09:26

Frohe Kunde für alle, die barrierefrei die Bahnlinie bzw. die B 27 überqueren wollen: die Aufzugsanlage im Bereich der Bahnunterführung ist nach der Sanierung der letzten Wochen wieder freigegeben. Oberbürgermeister Michael Jann sowie Vertreter der Firmen HFP und Tepper und Mitarbeiter der Stadtverwaltung testeten am Freitagvormittag erfolgreich den Aufzug.

Aufzug_Freigabe

Die Unterführung Käfertörle ist neben dem Weg über das Landesgartenschaugelände die einzige Querung von Bahnlinie und B 27 im Bereich der Altstadt, die auch behindertengerecht ist. Daher ist die Einrichtung und Zuverlässigkeit der Aufzugsanlage insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen von großer Bedeutung. Zudem stellt der Aufzug den barrierefreien Zugang zum Gleis 2 des Haltepunktes Käfertörle sicher.

Die Anlage war bereits 20 Jahre alt und war in den letzten Jahren sehr störanfällig. Es zeigten sich vermehrt Verschleißerscheinungen, die zu Ausfällen über mehrere Tage oder sogar Wochen geführt haben. Auftretende Schäden wurden zwar umgehend beseitigt und ein ordnungsgemäßer Zustand schnellstmöglich hergestellt. Aufgrund des Alters musste jedoch die komplette Erneuerung der technischen Anlage ins Auge gefasst werden. Die Aufgabenstellung war nicht nur der Ersatz des alten Aufzugs durch einen neuen, sondern auch die Frage, inwieweit eine Optimierung, insbesondere hinsichtlich des Transports von Fahrrädern, aber auch Rollstühlen möglich ist.

Dazu wurde ein Fachplaner für Aufzugsanlagen eingeschaltet, die Fa. HFP aus Heilbronn. Geschäftsführer Olaf Hoffmann schaffte es, eine größere Aufzugskabine im bestehenden Betonschacht unterzubringen. Möglich wurde dies durch neue Techniken. Der neue Aufzug wird über einen Seilzug bewegt, der alte funktionierte hydraulisch. Aus der Ausschreibung ging die Fa. Tepper aus Münster als günstigst bietende Firma hervor. Eigentlich sollte es schon vor Ostern losgehen. Wegen Verzögerungen bei der Lieferung einiger Bauteile konnten die Arbeiten aber erst nach den Osterferien (KW 17) beginnen. Danach blieb alles im vorgegebenen Zeitrahmen, was u.a. dadurch ermöglicht wurde, dass die Monteure auch an den Samstagen vor Ort arbeiteten. In den vergangenen Tagen erfolgen noch abschließende Arbeiten zur Verschönerung im Umfeld. Die Anlage wurde vom TÜV abgenommen, so dass am Freitag, den 19. Mai 2017 die Freigabe des Aufzugs erfolgen konnte. Die Kosten für die Sanierung liegen bei rund 150.000 €.

Für letzte Nacharbeiten wird der Aufzug in der kommenden Woche noch einmal für voraussichtlich einen Tag außer Betrieb genommen.

nach oben