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Richtfest für das Ärztehaus bei den Neckar-Odenwald-Kliniken

Am Samstag, dem 28. Januar wurde Richtfest gefeiert und am 1. Oktober soll das Ärztehaus in Betrieb genommen werden. Aus der RNZ vom 30.01.2012

Pfeil 24.01.2012 12:03

8 000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, 3 340 Kubikmeter Beton verarbeitet, 430 Tonnen Stahl verbaut. Am Tag des Richtfestes des Ärztehauses am Mosbacher Kreiskrankenhaus beeindruckte der Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken, Andreas Duda, knapp 100 Richtfestgäste mit weiteren Standmeldungen: „Der aktuelle Ausgabenstand liegt bei 2,6 Millionen Euro.“ Am Ende werden die NOK-Kliniken gGmbH, der Bauherr, 12 Millionen Euro investiert haben. Eventuell sogar ein bisschen weniger.

Denn Landrat Dr. Achim Brötel zeigte diesbezüglich Zuversicht. „Aktuell haben wir 75 Prozent der zu vergebenden Leistungen beauftragt, damit sind wir schon ziemlich auf der sicheren Seite.“ Ziemlich sicher ist zudem, dass außerdem Kosten- auch der Zeitplan eingehalten werden kann. „Wir wollen unser neues Ärztehaus pünktlich zum 1. Oktober 2012 in Betrieb nehmen.“ In Betrieb nehmen, das heißt, dass in neun Monaten hier acht Arztpraxen, ein Sanitätshaus und ein Logopäde ihre Dienste anbieten werden. Aber das Ärztehaus ist mehr, nämlich zusätzlicher Standort der Dualen Hochschule. Eine Zentralbibliothek wird im Knopfweg ihren neuen Platz haben (bisher im Container), und mit der Mensa bekommen die Studenten dort auch ein leibliches Nahrungsangebot (bisher im Restaurant der Alten Mälzerei).

Dass seit der Grundsteinlegung vor exakt einem halben Jahr alles wie am Schnürchen klappt, dass man „nach der relativ langen Vorlauf- und Planungsphase jetzt doch rasend schnell das Gebäude hat wachsen sehen“ (Brötel), ist umso erfreulicher, als dass es bis zum 28. Juli 2011 kein so ganz direkter Weg gewesen war. Andreas Duda erinnerte daran, dass die ersten Gespräche Anfang 2006 geführt wurden. Verschiedene Investoren, verschiedene Nutzflächen, verschiedene Größen wurden in Betracht gezogen. „Das Ende vom Lied war“, so Duda, „wir machen’s selber.“

Ärztehaus_Richt+Schild

Damit hatten und haben die NOK-Kliniken, Geschäftsführer Duda und die klinikeigene Bau- und Betriebsplanung unter Leitung von Steffen Benz das Zepter für schlussendlich 5 000 Quadratmeter in der Hand. 237 Tage vom Baubeginn bis zum Richtfest hatte Landrat Brötel gezählt und der „gewaltigen Leistung“ aller Beteiligten seinen Respekt gezollt: „Solche Baustellen wünscht sich jeder Bauherr.“ Er wird nicht müde zu betonen, dass ihm (und dem Kreis) die medizinische Versorgung im ländlichen Raum ein großes Anliegen ist. Krankenhäuser würden mehr und mehr zum Herz der öffentlichen Gesundheitsversorgung, aber das beste Herz allein reiche nicht aus zum Überleben, appellierte er an die niedergelassenen Ärzte (die teilweise mit dem Umzug ins Ärztehaus ihren Standort wechseln), die gemeinsame Verantwortung für das Wohl der Menschen zu übernehmen. Das Ärztehaus schafft laut Brötel eine noch engere Verzahnung von ambulanten und stationären Bereichen.

Oberbürgermeister Michael Jann sieht am Standort Mosbach folglich „Gesundheitskompetenz“ gebündelt. Aber nicht nur das. „Das Ärztehaus ist ein Meilenstein für noch mehr Lebensqualität und ein Glücksfall für die Duale Hochschule und unsere Stadtwerke.“ Die nämlich bringen sich mit einem Blockheizkraftwerk mit Biogasbetrieb ein. Zur Linderung der „völlig ausgereizten Parkplatzsituation“ im Krankenhausbereich will sich der OB um Lösungen bemühen. 

Ärtzehaus_Richtfest

MdB Alois Gerig meinte, dies müsste gelingen, denn der NOK suche stets nach kreativen Lösungen und setze diese auch um. Für MdL Georg Nelius ist der neue Bau „weit mehr als ein Ärztehaus, ein ganzheitliches Zentrum.“

Dass es dazu kommen wird, dafür zeichnet das Architekturbüro Kassel, Herzog + Partner aus Karlsruhe verantwortlich. Achim Herzog hatte zwar die Lacher auf seiner Seite, als er einen Richtspruch hören ließ, der aber ganz und gar nicht auf das Mosbacher Ärztehaus zutrifft: „Das Dach ist fertig, der Bauherr auch…“ Der richtige Richtspruch, er wurde vom Dach von Polier Daniel Jung (Moser Bau) herabgeschmettert, traf’s aber deutlich besser: „Ein Dank gilt auch unseren Bauherrn, mit euch arbeiten wir wirklich gern.“ Dem Spruch - so ist es Tradition - folgte kurz darauf das Glas.

Aus der Rhein-Neckar-Zeitung Nr. 24 vom 30. Januar 2012 - Ursula Brinkmann

 
 

08.12.2014